von Jennifer Lorbeer | 9. Mai 2024
Pflegepersonal, das von Balkonen aus beklatscht wird, junge Menschen, die ihre Angehörigen pflegen und Pflegebedürftige, die sich nach Berührungen sehnen: Es sind Bilder, welche das Thema der Pflege in Deutschland aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Bilder, die in den Medien verwendet wurden. Doch welche Wirkung haben diese? Nutzen oder schaden sie eher dem Bild, was Menschen ohne pflegerischen Hintergrund von der Pflege haben? Katrin Hartig, Journalistin und Redaktionsleiterin beim MDR (Mitteldeutscher Rundfunk), und Thomas Knieling, Bundesgeschäftsführer des VDAB (Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe), diskutieren über diese und weitere Fragen in der neuen Folge „Kastanienmännchen & Seniorenteller“. So ist es auch spannend im Podcast zu erfahren, welche medialen Möglichkeiten Pflegeunternehmen haben, um auf sich aufmerksam zu machen, oder wie hoch die Strahlkraft von Pflege-Mitarbeitenden in den sozialen Medien ist.

Zum Thema „Pflege in den Medien“ waren Journalistin Katrin Hartig (r.) und Thomas Knieling (2.v.l.) bei Fabian Biastoch und Jennifer Lorbeer im Podcast „Kastanienmännchen & Seniorenteller“ zu Besuch. Foto: Humanas
Humanas-Podcast „Kastanienmännchen und Seniorenteller“ treffen sich Jennifer Lorbeer und Fabian Biastoch mit Menschen aus Humanas-Wohnparks, Politik und Forschung. Alle zwei Wochen wird donnerstags eine neue Podcast-Folge von Humanas veröffentlicht. Die Ausgaben des Pflege-Podcasts erscheinen im Wechsel mit Podcast-Folgen der „Humanas Sportstunde“.
Der Humanas-Podcast ist in allen bekannten Streaming-Plattformen zu finden – unter anderem bei Spotify, Google Podcast, Apple Podcast und Amazon Music.
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von Jennifer Lorbeer | 6. Mai 2024
Im Humanas-Wohnpark Tangermünde hat Bewohnerin Erna Tuscher ihren 103. Geburtstag gefeiert. Gemeinsam mit ihrer Familie und dem Team des Pflegeunternehmens erlebte die Jubilarin einen rundum gelungenen Tag – und will den Rest der Woche weiterfeiern.
„Unsere Frau Tuscher macht nach wie vor regelmäßig Sport und ist ehrgeizig wie eh und je“, berichtet Pflegedienstleiterin Anke Waraswski vom Humanas-Wohnpark in Tangermünde und fügt lachend hinzu: „Und wie fit sie im Kopf ist, zeigt sich auch darin, dass sie in ihrer Rommé-Spielrunde dafür bekannt ist, gern mal zu bescheißen.“ Die nunmehr 103 Jahre sind Bewohnerin Erna Tuscher nicht anzusehen. Getreu ihres Mottos „Wer rastet, der rostet“ hält sie sich mit kleinen Übungen im Alltag körperlich fit und hat Spaß dabei: „Ein bisschen tägliche Bewegung ist das A und O.“
Anlässlich ihres 103. Geburtstages wurde die Bewohnerin vom Wohnpark-Team mit kleinen Präsenten sowie einer Gesangseinlage überrascht und war mit ihren Kindern sowie Enkelkindern essen. Außerdem kam Steffen Schilm, Bürgermeister von Tangermünde, mit Blumenstrauß, Glückwünschen von Stadt sowie Landrat und Tangermünder Nährstangen zum Gratulieren in den Wohnpark, in dem Erna Tuscher seit 2012 in einer Zweiraumwohnung wohnt. Denn trotz ihres beachtlichen Alters braucht sie kaum Unterstützung im Alltag, macht sich zum Teil das Mittagessen auch selbst. „Zusätzlich unterstützt sich die Nachbarschaft gegenseitig, sitzt fast jeden Abend zum Abendbrot zusammen und feiert gemeinsam“, erzählt Anke Warsawski weiter. „Zufällig haben die Nachbarn, die heute in unserem Reihenhaus bei Frau Tuscher nebenan wohnen, schon früher in ihrer Nachbarschaft gewohnt, als sie noch in ihrem Haus gewohnt hat.“
Tangermünder Urgestein in Halle
Erna Tuscher ist nämlich ein Tangermünder-Urgestein, die am 5. Mai 1921 in der Hansestadt geboren wurde. Während des Zweiten Weltkriegs hatte sie bei einem Müller gearbeitet, später dann in Rathenow. Kurz nach Kriegsende ging sie mit ihrem Mann nach Halle. „Er kam von dort, daher sind wir dann in seine Heimtstadt gezogen“, erinnert sich die Rentnerin. Jedoch starb ihr Mann kurz nach dem Umzug. Mit der Tochter war sie nun auf sich alleingestellt. „Ich habe dann angefangen in einer Druckerei zu arbeiten“, erklärt sie. „Wir haben sogar auch Schachteln für Firmen aus meiner Heimatstadt Tangermünde hergestellt.“
Bis zu ihrer Rente 1981 blieb sie dem Unternehmen treu. „1990 bin ich dann mit meinem zweiten Ehemann wieder zurück an die Elbe gezogen“, so die heute 103-Jährige. Erst hatte sie dort mit ihrem Mann gewohnt, nach dessen Tod lebt die 102-Jährige nun alleine dort. „Meine Schwester war auch hier, allerdings in einer Einzimmerwohnung, da konnte sie pflegerisch rund um die Uhr versorgt werden.“
Mit der bisherigen Feier ist ihr Geburtstag jedoch noch nicht abgeschlossen. Wie die Pflegedienstleiterin des Wohnparks berichtet, wolle Erna Tuscher außerdem mit ihrer Rommé-Spielrunde, der Sportgruppe sowie PAF-Runde im Wohnpark nachfeiern. „Sie ist wirklich noch sehr aktiv und hat Spaß dabei“, stellt Anke Warsawski fest und betont, dass die 103-Jährige ein wichtiger Teil der Gemeinschaft ist.

Tangermünderin Erna Tuscher hat zum 103. Geburtstag Besuch vom Bürgermeister Steffen Schilm bekommen. Foto: Humanas
von Jennifer Lorbeer | 17. April 2024
Was möchte ich in meinem Leben unbedingt noch erleben? Das Humanas-Team begleitet und unterstützt die Wünsche unserer Bewohnerinnen und Bewohner. So auch den Herzenswunsch von Hanna Rehbein vom Wohnpark Schönebeck, die noch einmal in die Stadt ihrer Kindheit zurückkehren wollte.
An drei Tagen in der Woche besucht Hanna Rehbein die Tagespflege in unserem Wohnpark in Schönebeck. „Die rüstige Seniorin bringt Schwung und gute Laune in die Runde“, berichtet Pflegekraft Melanie Beutler. „Wir sind sehr froh, dass sie hier ist und oft für neue und schöne Ideen sorgt.“Ihre Kindheit hat die heute 84-jährige Hanna in Burg bei Magdeburg verbracht. Schon längere Zeit war es ihr eine Herzensangelegenheit, in die „Stadt der Türme“ zurückzukehren. Im Frühjahr 2023 stand das Stadtjubiläum für 1.075 Jahre Burg mit einer großen Feier an. Ihr Vorhaben, das Fest zu besuchen, klappte leider nicht.Umso mehr freut sich die fröhliche Seniorin als an einem grauen Herbsttag Fahrer Jens Goerke den Transporter des Wohnparks mit fünf Bewohnerinnen an Bord in Richtung Burg in Bewegung setzt. Auf dem Weg zum Wasserturm sprudelt es nur so aus Hanna Rehbein heraus. Ihre Erinnerungen werden lebendig und sie läuft wieder als Kind durch die engen Gassen der Kleinstadt.

Hanna Rehbein hat neue Freundinnen im Wohnpark Schönebeck gefunden, die sie in eine Kirche in ihrer alten Heimat begleiten. Foto: Humanas
Die Reise in die Vergangenheit beginnt für die 84-Jährige und ihre Mitfahrenden am Burger Wasserturm. Hier ist die kleine Hanna immer auf dem Weg zu ihrer Schwester vorbeigekommen. Die Fachwerkhäuser links und rechts der Straße geben ein Gefühl von Heimat. Auch Hanna Rehbein ist in einem Fachwerkhaus aufgewachsen. Als der Regen zunimmt, bietet die Stadtkirche Unser Lieben Frauen den Besucherinnen und Besuchern Schutz. „Wir waren früher oft in der Kirche“, erinnert sich Hanna Rehbein und eine kleine Träne rollt über ihr Gesicht, während sie das Zusammengehörigkeitsgefühl mit den neuen Freundinnen aus dem Wohnpark Schönebeck fühlt. Gemeinsam zünden alle eine Kerze für die Liebsten an, die es nicht mehr in ihrem Leben gibt.
Besuch des Hexenturms und der „Katzentreppe“
Im Anschluss geht es für die Frauen und Jens Goerke weiter zum Hexenturm. Das Gebäude, was als Wach- und Wehrturm errichtet wurde, wurde im 17. Jahrhundert als Gefängnis der angeblichen Hexen genutzt. Direkt daneben führt die sogenannte „Katzentreppe“ steil abwärts. Die Gerüchte um ihren Namen seien ebenfalls „sehr kurios“, wie die Damenwelt zu berichten weiß. Ganz unspektakulär hat die Treppe allerdings ihren Namen, weil darüber die steinernen Geschosse für die Katapulte und Schleudern, auch Katzen genannt, herangeschafft wurden. Später wurden diese Steine als sogenannte Katzenköpfe beim Straßenbau verwendet.
Als sich zur Mittagszeit der kleine Hunger einstellt, haben Pflegekraft Melanie Beutler und Fahrer Jens Goerke eine Idee: Unweit von Burg und direkt auf dem Heimweg liegt ein Seniorenheim, welches die Ausflugsgruppe dank guter Beziehungen besuchen kann. Alle Teilnehmenden sind dort zur Mittagszeit herzlich willkommen und bekommen eine Portion Seelachs mit Kartoffelpüree und Salat. Im Anschluss haben die Besucherinnen und Besucher noch die Möglichkeit, die Einrichtung unter die Lupe zu nehmen.

Als Besucherin der Tagespflege in Schönebeck bereichert Hanna Rehbein den Humanas-Alltag. Foto: Humanas
Mit tollen Erinnerungen und einigen neuen Ideen im Gepäck tritt die Gruppe dann den Weg in unseren Wohnpark nach Schönebeck an. „Es macht unfassbar glücklich mit Menschen zusammen sein zu dürfen, die Wünsche erfüllen“, sagt Hanna Rehbein. „Im Humanas-Wohnpark in Schönebeck ist mir das gelungen.“ Also ein unvergessliches Erlebnis für Hanna Rehbein und ihre Begleiterinnen aus Schönebeck, das zeigt, wie glücklich das Erfüllen von einem lang ersehnten Herzenswunsch machen kann.
von Jennifer Lorbeer | 12. April 2024
Das Pflegeunternehmen Humanas lädt zur ersten offiziellen Veranstaltung am neuen Wohnpark in Bad Suderode ein. Neben Gesprächen mit Interessenten und Bewerbenden soll zum „Tag der offenen Baustelle“ u. a. gemeinsam mit dem Ortsbürgermeister, Landrat und der Humanas-Geschäftsführung traditionell die Zeitkapsel versenkt werden.
Alle interessierten Bewerberinnen und Bewerber sowie zukünftige Bewohnerinnen und Bewohner sind zum „Tag der offenen Baustelle“ am 8. Mai 2024 zwischen 10 und 16 Uhr eingeladen, um mehr über den neuen Wohnpark in Bad Suderode zu erfahren. Besuchende können die Räumlichkeiten des neuen Humanas-Standortes besichtigen und neben einigen Snacks und Getränken erwarten sie Mitarbeitende, die umfassend über Wohnen und Arbeiten bei Humanas informieren werden. Als Höhepunkt der Veranstaltung versenken unter anderem Ortsbürgermeister Gerd Adler, Landrat Thomas Balcerowski und die Humanas-Geschäftsführung um 11 Uhr traditionell die Zeitkapsel auf dem Wohnpark-Gelände.

Die Bauarbeiten im Wohnpark Bad Suderode schreiten schnell voran. Foto: Humanas
In Bad Suderode wird seit dem Sommer 2023 ein neuer Wohnpark des Pflegeunternehmens Humanas gebaut. Insgesamt werden 28 barrierefreie Einzimmer- und 28 Zweizimmerwohnungen als Neubau entstehen, die mit einem eigenen Bad sowie Terrasse ausgestattet sind. „Unsere sogenannte ‚Wabe‘, das Kernstück eines jeden Wohnparks, ist von außen soweit fertig und der Innenausbau ist in vollem Gange“, berichtet Projektmanager Jan Lämmerhirt. „Und auch der Bau unserer beiden Reihenhäuser mit den Zweiraumwohnungen schreitet gut voran, sodass zum Teil der Maler schon begonnen hat und aktuell die Photovoltaikanlagen aufgebaut werden.“ Die ersten Einzüge von Bewohnerinnen und Bewohnern in die Wabe und das dahinterliegende Reihenhaus sind für Anfang August geplant.
Die Räume des angrenzenden alten Schulgebäudes und der ehemaligen Turnhallte wurden in den letzten Monaten entkernt und werden zu Wohnungen umgebaut. Dach und Fenster wurden zu großen Teilen schon erneuert, der Fahrstuhl werde in voraussichtlich acht Wochen kommen und eine Fertigstellung ist für den Spätsommer 2024 geplant. „Im Wesentlichen entstehen hier barrierefreie Zwei- und Dreiraumwohnungen, die alle mit Terrasse oder Balkon ausgestattet sind“, erklärt Lämmerhirt weiter. „Auch hier ist am ‚Tag der offenen Baustelle‘ ein Blick auf den aktuellen Baustand im Rahmen von geführten Besichtigungen zu Fuß möglich.“

In der Alten Schule im Wohnpark Bad Suderode erinnert nur noch wenig an frühere Zeiten. Foto: Humanas
Mit dem Bau in Bad Suderode ist es Menschen aus der Gemeinde möglich, glücklich und selbstbestimmt in ihrer Heimat zu leben, auch wenn sie auf Hilfe angewiesen sind. Die hybride Wohnform bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern mehr als das klassisch stationäre Pflegeheim und dies, mit niedrigeren Eigenanteilen. Der ambulante Dienst sowie die Tagespflege von Humanas können nicht nur von der Bewohnerschaft, sondern auch von Ortsansässigen der Gemeinde außerhalb des Wohnparks genutzt werden. Mit insgesamt 92 Wohnungen entsteht in Bad Suderode der bisher größte Humanas-Wohnpark.
von Jennifer Lorbeer | 11. April 2024
Welche Rolle spielt die Pflege in unserer Politik? Welche Entwicklungen sind bezüglich Arbeitsbedingungen und Entlohnung zu erwarten? Und welche Rolle spielt die Politik bei Digitalisierung und Innovationen in der Pflege? Mit diesen und weiteren Fragen setzen sich Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, und Humanas-Geschäftsführer Dr. Jörg Biastoch als Landesvorsitzender des VDAB-Landesverbands Sachsen-Anhalt in der neuen Podcast-Folge von „Kastanienmännchen & Seniorenteller“ auseinander. Außerdem sprechen die beiden über mögliche Verbesserungen in der Zusammenarbeit zwischen Politik und Pflegeeinrichtungen oder auch Weiterentwicklungen bei der Pflege-Ausbildung.

Zum Thema „Pflege in der Politik“ waren Ministerin Petra Grimm-Benne (r.) und VDAB-Vorsitzender Dr. Jörg Biastoch (l.) zu Besuch im Podcast „Kastanienmännchen & Seniorenteller“ bei Fabian Biastoch und Jennifer Lorbeer. Foto: Humanas
Humanas-Podcast „Kastanienmännchen und Seniorenteller“ treffen sich Jennifer Lorbeer und Fabian Biastoch mit Menschen aus Humanas-Wohnparks, Politik und Forschung. Alle zwei Wochen wird donnerstags eine neue Podcast-Folge von Humanas veröffentlicht. Die Ausgaben des Pflege-Podcasts erscheinen im Wechsel mit Podcast-Folgen der „Humanas Sportstunde“.
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