von Jennifer Lorbeer | 13. September 2026
Statt Ausbildungsplänen und Azubi-Unterstützung standen für die Praxisanleitenden von Humanas diesmal Schläger und Minigolfbälle im Mittelpunkt. Der Teamtag in Magdeburg sorgte für viel Spaß.
Beim jüngsten Treffen haben die Praxisanleiterinnen von Humanas den Arbeitsalltag für einen Moment hinter sich gelassen. Für einen besonderen Teamtag ging es auf die Magdeburger Minigolfanlage Bayerischer Garten.
Zwischen Hindernissen, kniffligen Bahnen und überraschenden Umwegen zeigte sich schnell: Zu echten Minigolf-Profis reicht es vielleicht noch nicht. Dafür waren Teamgeist, gute Laune und jede Menge gemeinsames Lachen garantiert.
Der Ausflug bot die Gelegenheit, sich abseits des Arbeitsalltags auszutauschen und die Zusammenarbeit weiter zu stärken. Denn auch wenn die Praxisanleitenden an unterschiedlichen Humanas-Standorten tätig sind, verbindet sie ein gemeinsames Ziel: die bestmögliche Begleitung der Auszubildenden.
Am Ende stand weniger der Punktestand als vielmehr der gemeinsame Spaß im Mittelpunkt. Und wer weiß: Vielleicht fallen beim nächsten Treffen ja noch ein paar mehr Hole-in-Ones.
von Bianca Oldekamp-Kurth | 5. März 2026
Das richtige Zeitmanagement ist im Dienst einer Pflegefachkraft das A und O. Denn mit einem guten Zeitmanagement sind die Aufgaben, die der PFK-Dienst in den Humanas-Wohnparks birgt, gut zu schaffen – auch mit Unterbrechungen durch Fragen von Kolleginnen und Kollegen, Bewohnerinnen und Bewohnern sowie deren Angehörige und anderen Menschen, die täglich in den Wohnpark kommen.
Wie sie ihr eigenes Zeitpensum sinnvoll inklusive Zeitpuffer planen, haben neun PFK-Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Wohnparks kürzlich bei einem internen Akademie-Termin gelernt. Geleitet haben den Workshop „Zeitmanagement für PFK“ im Verwaltungsgebäude in Colbitz die beiden Projekt-PDLs Katrin Blume und Katrin Lindgreen.
Arbeitsalltag effektiv gestalten
„Wir haben uns mit der Frage beschäftigt, wie sich die Fachkräfte ihren Arbeitstag so gestalten können, dass sie ihre Aufgaben gut schaffen können. Dafür ist es beispielsweise wichtig zu wissen, wie PK-Kolleginnen und Kollegen befähigt werden, selbstständiger zu arbeiten“, erklärt Katrin Blume. Schließlich sind Pflegefachkräfte während ihres Dienstes dafür da, PFK-spezifische Aufgaben zu erfüllen, die Pflegekräfte nicht leisten dürfen. Dazu gehört beispielsweise das Setzen der Medikamente, das Schreiben der SIS und der Maßnahmenpläne, sowie die Überprüfung der Maßnahmenpläne und der erforderlichen individuellen Beratungen der Bewohnerinnen und Bewohner. Zu den Aufgaben der Fachkräfte gehört außerdem der zu Haus- und Fachärzten beispielsweise bei Veränderung der Wundversorgung, des Medikamentenplans, das Verordnungsmanagement und unter Umständen das Schreiben von Dienst- und Tourenplänen sowie die Vorbereitung der Abrechnung.

Projekt-Pflegedienstleiterin Katrin Blume leitet gemeinsam mit Katrin Lindgreen den Workshop „Zeitmanagement für PFK“. Foto: Humanas
Und da kommen Unterbrechungen in Konzentrationsphasen ungelegen – vor allem dann, wenn sie gar nicht nötig wären. So dürfen Pflegekräfte deutlich mehr als so manch eine bzw. einer denkt – beispielsweise den Rettungsdienst alarmieren und die Situation nach einem Sturz managen. Hier ist es wichtig, dass die PK-Kolleginnen und Kollegen befähigt werden, selbst zu handeln, wo sie es auch dürfen.
In puncto PFK-Zeitmanagement ist aber auch entscheidend, dass sich die Fachkraft Zeitpuffer für nötige Fragen und Hilfe der PK-Kolleginnen und Kollegen einbauen. Denn natürlich sollen diese bei Bedarf Fragen stellen und Hilfe erwarten dürfen. Damit die PFK dadurch aber nicht unter Zeitdruck gerät, ist das eigene Zeitmanagement samt Puffer so wichtig.
Aufgaben nach Dringlichkeit und Wichtigkeit
Und so haben die Workshopteilnehmenden anhand zweier Zeitmanagement-Systeme Aufgaben kategorisiert. Durch das sogenannte Eisenhower-Prinzip haben die PFKs Aufgaben nach Dringlichkeit und Wichtigkeit in verschiedene Kategorien eingeteilt und durch diese Methode letztlich so manche Aufgabe ermittelt, die abgegeben werden sollte, um sich vernünftig um die Aufgaben kümmern zu können, die nur von den PFKs erledigt werden dürfen.
„Vor allem stand an diesem Tag aber auch der Austausch untereinander im Vordergrund“, fasst Katrin Blume den für alle Beteiligten erfolgreichen Workshop-Tag zusammen.

Durch das sogenannte Eisenhower-Prinzip haben die Pflegefachkräfte Aufgaben nach Dringlichkeit und Wichtigkeit in verschiedene Kategorien eingeteilt. Foto: Humanas
von Alica Warsawski | 27. Februar 2026
Humanas hat den dritten Durchgang ihres internen Weiterbildungsprogramms „Führungswürfel“ erfolgreich durchgeführt und damit erneut gezielt ihre Pflegedienstleitungen gefördert. Im Zeitraum vom 28. Mai 2025 bis zum 30. Januar 2026 standen insgesamt 120 Stunden Lernen, Üben und Reflektieren auf dem Programm.
Am aktuellen Durchgang nahmen Julia Heinrich (Wohnpark Brehna), Paul Baeslack (Wohnpark Colbitz), Jana Schreiber (Wohnpark Gröbern), Nicole Kraut (Wohnpark Schwanebeck) und Gabriele Will (Wohnpark Wanzleben) teil. Der nächste Durchgang startet am 25. März 2026 mit neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Praxisnahe Förderung im Humanas-Kontext
Der „Führungswürfel“ wurde bewusst als internes Format entwickelt, um Pflegedienstleitungen praxisnah im Humanas-Kontext zu fördern. Die Inhalte des Grundkurses waren für alle Teilnehmenden vergleichbar aufgebaut, individuell angepasst und boten Raum für den Transfer in den Arbeitsalltag. In den anschließenden Refresh-Terminen wurde das Wissen aufgefrischt, reflektiert und weiterentwickelt.
Das Programm verbindet Theorie und Praxis: Themen wie Teamentwicklung, werteorientierte Führung, Konfliktlösung, Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung und Reflexion wurden gezielt behandelt – Punkte, die in klassischen Pflegedienstleitungsweiterbildungen häufig nur am Rande vorkommen. Ziel war es, Impulse für die tägliche Arbeit zu geben, kollegialen Austausch zu fördern und Führungskräfte in ihren individuellen Stärken zu stärken.
Den krönenden Abschluss bildet der sogenannte „Hürdenlauf“. Hier mussten die Pflegedienstleitungen ihr gelerntes Können unter Beweis stellen, indem sie eine Dienstberatung mit neutralen Teilnehmerinnen und Teilnehmern simulierten und direktes Feedback erhielten. Bewertet wurde, wie gut das selbstgewählte Thema vermittelt wurde und welche Wirkung die eigene Führung entfaltet. Dieser praktische Abschluss machte das Gelernte greifbar und lieferte wertvolle Impulse für den Führungsalltag.
Stärken der Führungskräfte weiterentwickeln
Der „Führungswürfel“ wurde federführend von Jenifer Diedrich entwickelt, die bei Humanas für Aus- und Weiterbildung sowie Personalentwicklung zuständig ist. Dazu sagte Diedrich: „Es geht explizit nicht darum, auf Biegen und Brechen ein Konzept umzusetzen und ein Führungsverhalten zu übernehmen, das in der Theorie gut klingt, aber nicht authentisch ist.“ Vielmehr gehe es darum, Führungskräfte in ihren Stärken zu sehen, sie gezielt weiterzuentwickeln und zu ermutigen, ihren eigenen, authentischen Weg bewusst und reflektiert zu gestalten.
Mit dem „Führungswürfel“ zeigt Humanas, wie praxisnahe Personalentwicklung, nachhaltige Qualitätsarbeit und authentische Führung Hand in Hand gehen. Das Programm stärkt die Führungskompetenzen, fördert den Teamgeist und setzt Impulse für eine zukunftsorientierte Pflege.
von Bianca Oldekamp-Kurth | 21. Februar 2025
Fahrradfahren macht Spaß, ist gesund und schont die Umwelt – einige der zahlreichen Gründe, warum die Humanas-Mitarbeitenden seit zwei Jahren über das Unternehmen Fahrräder leasen und dadurch sparen können. Teammitglieder aus den Wohnparks Grieben und Tangerhütte berichten über ihre Erfahrungen.
Rund 70 Mitarbeitende nutzen derzeit das Angebot, sich über Humanas ein Dienstrad zu leasen. So auch Angelique Kreibe, stellvertretende Pflegedienstleiterin im Wohnpark Grieben, und Pflegekraft Diana Pilling aus dem Wohnpark Tangerhütte. Beide waren unter den ersten, die sich Anfang 2023 für ein Dienstrad über Eurorad entschieden haben – und beide setzen auf ein E-Bike.
Bis zu 30 Prozent durch Dienstrad sparen
Im Rahmen des Dienstradleasings können Mitarbeitenden im unbefristeten Arbeitsverhältnis bis zu zwei Räder inklusive Zubehör finanzieren. Insgesamt 78 Diensträder sind das für unsere Mitarbeitenden aktuell. Über das Bruttogehalt wird das Leasing abgerechnet, wodurch weniger Steuern und Abgaben gezahlt werden müssen. Gegenüber dem Direktkauf können dadurch bis zu 30 Prozent gespart werden.
Für die 35-jährige Angelique Kreibe und die 38-jährige Diana Pilling kam das Dienstrad-Angebot seitens Humanas genau zum richtigen Zeitpunkt. Beide brauchten ein neues Fahrrad.

Im Rahmen des Dienstrad-Leasings von Humanas hat sich Pflegekraft Diana Pilling vom Wohnpark Tangerhütte für ein E-Mountainbike entschieden. Foto: Katharina Hannemann/Humanas
„Ungefähr eine Woche nachdem ich mein Fahrrad im Laden ausgesucht hatte, stand es auch schon zur Abholung bereit. Die Online-Registrierung war einfach und durch die im Leasing-Preis enthaltene Versicherung muss ich mir keine Gedanken über möglicherweise teure Reparaturen machen“, stellt Angelique Kreibe fest. Damit vermeidbare Reparaturen erst gar nicht nötig sind, werden die Diensträder bei einer vorgeschriebenen jährlichen Durchsicht auf Verkehrstüchtigkeit gecheckt.
Ursprünglich wollte Angelique Kreibe ihr Dienstrad für die Fahrten zu ihren Diensten in den Wohnpark nutzen, da kam jedoch ein Ortswechsel dazwischen. „Im November 2023 bin ich vom Wohnpark Tangermünde nach Grieben gewechselt und da ich in Tangermünde wohne, ist mir die Strecke dann doch etwas zu weit“, gesteht die stellvertretende Pflegedienstleiterin und nutzt das geleaste Fahrrad nur für private Besorgungsfahrten. „Deshalb auch die beiden Körbe am Fahrrad“, erklärt Angelique Kreibe. Rund 230 Kilometer sind seither auf ihrem Tacho innerhalb Tangermündes zusammengekommen.
Dienstrad kann ausgelöst werden
Pflegekraft Diana Pilling aus Tangerhütte nutzt das Dienstrad in der wärmeren Jahreszeit sowohl für ihre Arbeitswege als auch privat. „Das sind dann meist Radtouren mit den Kindern, aber manchmal setze ich mich auch allein aufs Rad“, erzählt die 38-Jährige. So sind mittlerweile rund 650 Rad-Kilometer zusammengekommen.
Das Leasing der Diensträder dauert drei Jahre. Und während Angelique Kreibe sich schon ziemlich sicher ist, dass sie dann auf ein neues Modell setzen möchte, plant Diana Pilling ihr E-Mountainbike gegen eine Restzahlung auszulösen.

Die beiden Fahrradkörbe hat Angelique Kreibe selber an ihrem Dienstrad angebracht und möchte den Platz für ihre Einkäufe nicht missen. Foto: Katharina Hannemann/Humanas
von Alexandra Borchert | 14. Februar 2025
Als Teil der Humanas-Philosophie engagieren sich die Wohnparks in ihren Gemeinden, unterstützen Vereine und Institutionen. Dazu gehören vor allem generationsübergreifende Projekte wie die Kooperation mit unserem Wohnpark in der Magdeburger Hans-Grade-Straße und der Evangelischen Grundschule in Magdeburg-Stadtfeld.
Ringe werfen, Bälle fischen oder auch Puzzeln unter freiem Himmel – dieser sonnige Herbstnachmittag bleibt für zwölf Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Grundschule Magdeburg und die Bewohnerschaft des Magdeburger Wohnparks in der Hans-Grade-Straße in besonderer Erinnerung. Bei der „Herbstolympiade“ hatte jedes Kind einen Senior oder eine Seniorin an seiner Seite – ein Team, das sich gegenseitig unterstützte und bei Geschicklichkeitsspielen, kleinen Wettkämpfen und kreativen Aufgaben gemeinsam über sich hinauswachsen konnte. Und dieser Besuch ist Teil einer langjährigen Verbindung.
Langjähriger Kontakt zwischen Grundschule und Wohnpark
Seit seiner Eröffnung im Dezember 2019 stehen der Magdeburger Wohnpark in der Hans-Grade-Straße und die Evangelische Grundschule in Kontakt. In der Schule wird eine an christlichen Wertvorstellungen orientierte Erziehungsarbeit geleistet. Dies bedeutet für die Kinder zum einen, dass sie mit ihren individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen am Unterrichtsgeschehen teilnehmen und den Unterricht bereichern können. Zum anderen hat die Unterstützung von Begabungen sowie eine musisch-künstlerische Förderung eine besondere Bedeutung. Vor allem während der Corona-Pandemie kam die künstlerische Ausrichtung zum Tragen und die Kooperation wurde gefestigt.
„Die sozialen Aktivitäten der älteren Menschen waren aufgrund der Schutzmaßnahmen stark eingeschränkt“, erinnert sich Anja Leiß, Schulleiterin der Grundschule. „Das alltägliche Leben wurde einsamer und weniger abwechslungsreich.“ Die Kinder haben darauf- hin aufmunternde Briefe oder kleine Gedichte geschrieben, Bilder gemalt und Dekorationen für den Wohnpark gebastelt. Damit schickten sie ein Stück Optimismus und Lebensfreude zu den Bewohnerinnen und Bewohner.

Die Bewohnerschaft des Wohnparks Hans-Grade-Straße und die Kinder der
Evangelischen Grundschule Magdeburg bildeten Teams bei der „Herbstolympiade“. Foto: Katharina Hannemann/Humanas
Diese Verbindung schenkte beiden Seiten Freude sowie Zuversicht und nach der Pandemie folgten immer wieder Besuche bei Festen sowie gegenseitige Unterstützung bei Projekten. „Kein Wunder, dass diese wunderbare Verbindung auch heute noch Bestand hat“, stellt Pflegefachkraft Nicole Thurau vom Wohnpark-Team der Hans-Grade-Straße fest. „Und schön zu sehen, wie die gemeinsamen Erlebnisse die Verbindung zwischen den Generationen stärkt.“
Generationen lernen voneinander
Diese Stärke wird einmal mehr bei der Herbstolympiade deutlich. „Wir haben uns gegenseitig angefeuert und richtig viel zusammen gelacht“, erzählt Viertklässlerin Johanna, die gemeinsam mit der 71-jährigen Karin Wolff in einem Team war. Wenn Jung und Alt zusammenkommen, sind beste Gewinnchancen vorprogrammiert: Durch ihre Erfahrungen und die Geduld steht die ältere Generation den jungen, aktiven Teilnehmenden mit wertvollen Tipps und Ermutigungen zur Seite.
Und auch für die Feier des 5. Wohnpark-Geburtstages in der Hans-Grade-Straße hatten die Kinder der Evangelischen Grundschule etwas vorbereitet – und das aus gutem Grund, wie Schulleiterin Anja Leiß sagt: „Diese Kooperation ist längst ein Herzensprojekt für uns geworden.“

Johanna (v.l.), Marla und Joshua von der Evangelischen Grundschule Magdeburg
sind gern bei den unterhaltsamen Tage im Wohnpark dabei. Foto: Katharina Hannemann/Humanas
von Bianca Oldekamp-Kurth | 6. Februar 2025
Der Generationenwechsel bei Humanas ist eingeleitet. Fabian Biastoch ist seit März 2024 neben den gründenden Personen des Pflegeunternehmens, Dr. Jörg Biastoch und Ina Kadlubietz, Geschäftsführer im Familienbetrieb. Im Interview gibt der 35-Jährige Einblicke in die Zukunft.
Welche Meilensteine waren für Humanas die bedeutendsten der Firmengeschichte?
Fabian Biastoch: Das war zum einen die Eröffnung des ersten Wohnparks in Meisdorf im Landkreis Harz im Jahr 2009. Damals war der Wohnpark als klassisches stationäres Pflegeheim konzipiert worden, wurde aber bereits in der humanas-typischen Bauform mit den Einzimmerwohnungen in der sogenannten Wabe und den altersgerechten Zweizimmerwohnungen in den Reihenhäusern errichtet. Mittlerweile gibt es 23 Wohnparks in ganz Sachsen-Anhalt. In all diesen Wohnparks werden die Bewohnerinnen und Bewohner seit 2015 ambulant und teilstationär betreut. Ein Meilenstein, dem 2019 der Start des „echten“ seriellen Bauens mit dem Wohnpark in der Hans-Grade-Straße in Magdeburg folgte. Zwar sehen sich alle Wohnparks sehr ähnlich, doch perfektionieren wir die Bauweise der Wohnparks seither unentwegt, um so effizient wie möglich zu bauen. All diese Meilensteine habe ich allerdings noch mehr oder weniger aus der Ferne beobachtet, da ich ja erst seit 2020 aktiver Teil von Humanas bin.
Was unterscheidet Humanas eigentlich von anderen Pflegeunternehmen?
Das ist zum einen der bungalowartige Baustil mit einer kleinen Zahl von Bewohnerinnen und Bewohnern, aber vor allem die hybride Wohnform aus ambulanter und teilstationärer Pflege. Diese Versorgungsform hat den Vorteil, dass der Eigenanteil für unsere Bewohnerinnen und Bewohner im Vergleich zum klassischen Pflegeheimplatz deutlich geringer ist. Außerdem spielt das Thema Alltagsbegleitung bei Humanas eine große Rolle. Unsere Bewohnerschaft soll den Alltag im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv mitgestalten, um Fähigkeiten zu erhalten oder sogar wiederzuerlangen.
Freiräume und Selbstorganisation für Mitarbeitende und Bewohnende
Wie stellt Humanas sicher, dass die Bedürfnisse der Bewohnerschaft im Mittelpunkt des Wohnpark-Alltags stehen?
Durch Gespräche. Jedes dieser Gespräche dient auch der Biografiearbeit, die bei Humanas einen besonderen Stellenwert einnimmt. Denn jede Bewohnerin und jeder Bewohner ist unterschiedlich. Bei der Biografiearbeit geht es darum, persönliche Vorlieben und Abneigungen zu erkennen. Diese können beispielsweise das Essen betreffen. Es geht aber auch darum, den bisherigen Alltag der Person kennenzulernen und im Rahmen der Alltagsbegleitung bestmöglich weiterführen zu können. Hier spielt auch der frühere Job eine große Rolle.
Wie fördert Humanas das Engagement in den Wohnparks?
Indem wir Freiräume für Selbstorganisation schaffen – sowohl für die Mitarbeitenden als auch für die Bewohnerschaft. Alle Akteure in den Wohnparks sollen ermuntert werden, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten einzubringen. Was das angeht, werden Freiheiten bei Humanas gefördert. Es wird aber auch gefordert, dass diese Freiräume durch selbst organisierte Formate in den Wohnparks mit Inhalten gefüllt werden.
Humanas hebt sich als Arbeitgeber ab
Welches Thema beschäftigt Humanas zurzeit am intensivsten?
Im Branchenvergleich konnte Humanas über viele Jahre mit höheren Gehältern bei geringerer Wochenarbeitszeit punkten. In den Vorjahren sind die Gehälter in der Pflegebranche gestiegen. Das ist per se natürlich gut, führt aber dazu, dass wir mit unseren Gehältern nicht mehr so deutlich wie einst über dem Branchenschnitt liegen.
Welche Maßnahmen ergreifst Du, um Talente zu werben und langfristig an Humanas zu binden?
Abheben kann sich Humanas als Arbeitgeber in der Branche weiterhin – mit der Vielzahl an Aus- und Weiterbildungsangeboten und einer sehr ausgiebigen Einarbeitung. So möchte Humanas Talente jeden Alters begeistern. Zu diesen Angeboten zählen Fort- und Weiterbildungen beispielsweise als Spezialistinnen und Spezialisten aber auch Ausbildungen. So gibt es viele Kolleginnen und Kollegen, die erst nach einigen Jahren bei Humanas die Fachkraftausbildung angehen. Rund die Hälfte unserer Pflegedienstleitungen hat übrigens ihre PDL-Weiterbildung mit Humanas gemacht oder ist bei uns erstmals in diese Rolle hineingewachsen.
Was sind die größten Herausforderungen für die Pflegebranche in den kommenden Jahren?
Obwohl dringend nötig, wird in nächster Zeit voraussichtlich keine Pflegereform oder ein großes Umdenken kommen – trotz klammer Pflegekassen. Und so wird sich am Grundkonzept der Pflege auch nicht viel ändern. In klassischen Pflegeheimen, wie sie noch immer gebaut werden, sehe ich die Zukunft aber nicht, vielmehr in ambulanten Versorgungsmodellen wie bei Humanas. Herausfordernd für Pflegebedürftige indes wird, dass die Löhne in der Pflegebranche voraussichtlich weiter steigen werden und somit auch die Eigenanteile. Infolgedessen werden künftig immer mehr ältere Menschen auf Sozialhilfe angewiesen sein. Ein Teufelskreis, der durch mehr unternehmerische Freiheit und weniger Regularien durchbrochen werden könnte.
Leitbild wieder stärker in den Mittelpunkt rücken
Was ist Deine Vision für die Zukunft von Humanas in den nächsten Jahren?
Auf meiner Agenda für die kommenden Jahre stehen die weitere Steigerung der Pflegequalität in Kombination mit der Verstärkung der Führungskräftearbeit und der Besinnung auf die Humanas-DNA – unser Leitbild. Humanas möchte neue Maßstäbe in der Personalführung setzen. Dabei stehen mir glücklicherweise ganz viele tolle Kolleginnen und Kollegen zur Seite. Humanas ist zwar bereits eine ansprechende Arbeitgebermarke, die aber noch weiter ausgebaut werden soll – sowohl nach außen als auch nach innen. So kann Humanas innerhalb der Pflegebranche ein Vorbild sein und sie attraktiver machen.
Wird es weitere Wohnparks geben?
Unter Berücksichtigung der genannten Zukunftsvisionen, wird es zwar weitere Humanas-Wohnparks in Sachsen-Anhalt geben, das Wachstum soll aber gesund erfolgen. Geplant sind aktuell zwei Wohnparks. Beide sollen im Landkreis Börde gebaut werden, einer in Irxleben bei Magdeburg, einer in Wefensleben nahe der Landesgrenze zu Niedersachsen. Weitere Wohnparks sind unter anderem im Jerichower Land und in der Altmark denkbar.