Das Geheimnis der Wabe

Das Geheimnis der Wabe

Humanas-Wohnparks haben eine besondere Form. Schon der erste Standort in Meisdorf ist an der Wabe orientiert. Die Wabe eines Wohnparks von Humanas ist in vier Bereiche aufgeteilt, die sich um einen zentralen Aufenthaltsraum befinden. Dort ist der Bereich der Tagespflege untergebracht. In den einzelnen Bereichen sind sieben Einzimmerwohnungen wiederum um einen Gemeinschaftsraum angeordnet. Eine gemeinsam nutzbare Küche rundet jeden einzelnen Bereich der von Humanas kreierten Wabe ab. In der Küche oder im gemeinsam genutzten Wohnzimmer einer jeden Wabe entstehen zwanglose Gespräche, Spielrunden, aber auch der Abend wird gemeinsam vor dem Fernseher verbracht. „Wir wirken so einer Vereinsamung vor“, erklärt Humanas-Chef Dr. Jörg Biastoch. „Man trifft sich zwangsläufig und kommt so miteinander ins Gespräch.“

Die Bewohnerinnen und Bewohner der hybriden Wohnform in Einzimmerappartements, die den Platz in einer stationären Einrichtung ersetzen, werden ambulant versorgt. Dafür stellt Humanas einen eigenen ambulanten Pflegedienst und erbringt die individuell mit den Personen abgestimmten Leistungen. Außerdem bietet Humanas jeder Bewohnerin und jedem Bewohner einen Hausnotruf an. Dabei zahlen die Bewohnerinnen und Bewohner weniger Eigenanteile als in stationären Einrichtungen. In den Humanas-Wohnparks betragen diese rund 1000 Euro. Im Durchschnitt von Sachsen-Anhalt sind es beispielsweise 1600 Euro.

Rund um die Uhr sind Pflegekräfte vor Ort, tagsüber auch Pflegefachkräfte. In der Zeit der Tagespflege und einige Stunden darüberhinaus kommen noch Betreuungs- und Hauswirtschaftskräfte hinzu. Sie versorgen die Bewohnerinnen und Bewohner pflegerisch, unterstützen aber auch bei den alltäglichen Aufgaben und sind stets für sie da. Durch die ebenerdige und barrierefreie Architektur der Humanas-Wohnparks, fällt auch das für viele ambulant arbeitende Pflegekräfte normal gewordene „Treppen zählen“ weg.

Während in stationären Pflegeheimen lange Flure das Bild dominieren, sind in den Humanas-Wohnparks kurze Wege im Blickpunkt. Ob in die anderen Waben oder in die Reihenhäuser oder ins Grüne rund um den Wohnpark: Mit Rollator oder Rollstuhl sind die Wege gut machbar.

Alle Wohnparks sind ebenerdig und barrierefrei, wodurch die Wege mit Rollator und Rollstuhl gut machbar sind. Foto: Humanas

Einen komplett ebenerdigen Wohnpark hat Humanas-Chef Dr. Jörg Biastoch in Dänemark in ähnlicher Form entdeckt. „Ich habe bei einer Reise vor einigen Jahren das System bei unserem skandinavischen Nachbarn kennenlernen dürfen und war sofort begeistert“, erinnert er sich. „Überall konnten die Bewohnerinnen und Bewohner schnell hingehen und es gab offene Orte der Kommunikation. So wie nun auch bei uns.“

In Dänemark, Schweden und vielen anderen europäischen Ländern ist die Pflege anders organisiert. In Deutschland fließen zwar mehrere Milliarden in die Branche, jedoch sind es nur knapp 30 Milliarden Euro und somit etwa 1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. In Schweden sind es zum Vergleich 2,3 Prozent. Damit ist beispielsweise mehr Geld für eine bessere Personalausstattung vorhanden. Eine Hürde, die Humanas mit seiner innovativen hybriden Wohnform leicht nimmt. „Durch unser Konzept mit der ambulanten Versorgung, der Tagespflege und der Vermietung der Wohnungen haben wir eine andere Einnahmesituation. Daher können wir die Eigenanteile gering halten, mehr Mitarbeitende als in stationären Pflegeheimen beschäftigen und sie besser bezahlen“, erläutert Biastoch.

Mitarbeiterin macht Sport zur Tagespflege. Foto: Humanas

Da mehr Kolleginnen und Kollegen in den Wohnparks arbeiten, bleibt mehr Zeit für die Pflege und Betreuung. Eine Grundfeste bei Humanas. Denn so gelingt auch eine Inklusion in die Gemeinde. „Wir fokussieren uns auf ländliche Regionen, damit die Menschen im eigenen Umfeld bleiben können“, ergänzt Biastoch. Ein Umzug fällt im Alter schließlich schon schwer genug, da soll nicht auch noch eine komplett neue Umgebung dazukommen.

Neben der räumlichen Nähe zur alten Gemeinde steht auch die gesellschaftliche Teilhabe im Mittelpunkt. Kooperationen mit Vereinen und lokalen Institutionen, Unterstützung der Gemeinde und die Offenheit der Wohnparks für die Gemeinde sind Bestandteil der Philosophie. Die Bewohnerinnen und Bewohner bleiben Teil des örtlichen Lebens und können Freundschaften sowie Beziehungen generationsübergreifend beibehalten.

Neben dem Leben in den Einzimmerappartements, wo eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung gewährleistet wird, leben in einem Wohnpark auch Mieter in Zweizimmerwohnungen. Dabei können individuelle Leistungen durch den ambulanten Pflegedienst der Humanas erbracht werden. „Die Erfahrung zeigt, dass erste kleine Angebote vor allem im hauswirtschaftlichen Bereich gern angenommen werden“, berichtet Biastoch. Medikamentengaben, Wundversorgungen und ambulante Pflegeleistungen werden so über kurze Wege in den eigenen vier Wänden erbracht. Steigt die Pflegebedürftigkeit, ist ein Umzug in ein Einzimmerappartement ein oft gewählter Schritt.

Zweite Ausbildung mit Rückenwind in Brehna

Zweite Ausbildung mit Rückenwind in Brehna

Für Anja Wendlandt beginnt am 1. März 2022 ein neues Kapitel im Leben, denn ihre Ausbildung zur Pflegefachkraft beginnt. Die 43-Jährige aus Brehna arbeitet seit 2019 als Pflegekraft im Humanas Wohnpark und hegt schon seit einiger Zeit den Wunsch nach dieser Weiterentwicklung. Neben zahlreicher Zweifel angesichts der lang zurückliegenden Schulzeit, ihrer zusätzlichen Verpflichtungen als zweifache Mama und als Mitarbeiterin, die gern arbeitet und hilft, überwiegt jedoch die Vorfreude. „Ich bin schon ziemlich aufgeregt“, berichtet die neue Auszubildende. „Aber ich freue mich sehr und ich hoffe, dass ich alles unter einen Hut bekomme – aber denke schon, denn ich hab ja ein Ziel vor Augen.“

Und dieses Ziel war vor einigen Jahren gar nicht denkbar, denn eigentlich ist Anja Wendlandt gelernte Frisörin, war 16 Jahre in diesem Beruf tätig, und der Schritt in die Pflege kam durch einen glücklichen Zufall. „Im Sommer 2019 habe ich ein bisschen rumgeschnüffelt und nach freien Stellen in und um Brehna gesucht, bei denen ich mit Menschen arbeiten kann“, erzählt die (Noch-)Pflegekraft. „Dann hab ich bei Humanas in der Hauswirtschaft angefangen, aber recht schnell gemerkt, dass ich gern direkt in der Pflege arbeiten möchte – deshalb wurde ich im Februar 2020 Pflegekraft.“

Auf die Frage, wie sie auf die Idee mit der Ausbildung kam, sagt Anja Wendlandt sofort: „Na weil ich mich weiterentwickeln will!“ Außerdem gäbe es einige Dinge im Pflegealltag, die sie gern anpacken möchte, was jedoch nur als Pflegefachkraft umgesetzt werden kann. „Mit der Qualifizierung stößt man auch eher auf offene Ohren, findet Gehör mit neuen Ideen und ich bin dann ein richtiger Teil der Humanas-Familie“, so die 43-Jährige, die auch wegen ihres Alters auf Bedenken gestoßen ist. „Ich bin ja auch nicht mehr die Jüngste und da kam ab und an schon die Frage auf, ob ich das in meinem Alter noch machen kann.“ In diesem Fall half jedoch der Rückenwind, den sie direkt aus dem Wohnpark bekam: „Unsere stellvertretende Pflegedienstleiterin Tanja Elste hat mich da immer wieder bestärkt, hat gesagt, dass das Alter egal ist und ich einfach am Ball bleiben soll.“

Und so blieb Anja Wendlandt am Ball und startet nun ihre zweite Ausbildung, die drei Jahre dauern wird. Zwei Tage die Woche besucht sie dafür die Schule und arbeitet ansonsten im Wohnpark. „Ich muss ja dann erstmal wieder lernen zu lernen – das liegt bei mir auch schon einige Jahre zurück“, überlegt die angehende Pflegefachkraft und wünscht sich für die Zukunft: „Ich möchte auf jeden Fall bei Humanas bleiben, weil ich einfach das Konzept toll finde und ich mich über diese Möglichkeit freue, deshalb ist es mein großes Ziel, das alles zu schaffen.“

Das Humanas-Team wünscht in jedem Fall viel Erfolg!

Für unsere Ausbildung zum/zur Pflegefachmann/-frau ab September 2022 sind in der Altmark und im Herbst noch Bewerbungen möglich. Mehr Informationen gibt es hier.

Magdeburger Team im Kameralicht

Magdeburger Team im Kameralicht

Die Kolleginnen und Kollegen im Magdeburger Wohnpark in der Hans-Grade-Straße wurden einige Stunden lang mit der Kamera begleitet. Neben der täglichen Morgenrunde, Pflegeroutine und ambulanter Tour stand vor allem eins im Vordergrund: Der Alltag unserer Mitarbeitenden mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. So begleitete Kameramann Björn Schürmann unsere Pflegefachkräfte Antonia Lieske und Benjamin Bernick beim Gespräch mit unserer ältesten Bewohnerin Erika Augustin, das Rätseln der Bewohnerinnen im Tagespflegebereich, Pflegekraft Kathrin Arndt beim Kuchen backen mit einer Bewohnerin und die tägliche Frühstücksrunde der Mitarbeitenden.

Bei der alltäglichen Runde im Wohnpark wurden die Pflegefachkräfte Antonia Lieske und Benjamin Bernick beim Besuch von Erika Augustin von der Kamera begleitet. Foto: Humanas

Der Vorteil der Momentaufnahmen in unseren Wohnpark ist, dass nichts gestellt werden muss. Gemeinsames Backen, Zeit für Gespräche und Rätselrunden gehören nämlich nicht nur zum Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner, sondern machen auch den Arbeitsalltag unserer Mitarbeitenden aus. Und das soll auch Ziel des entstehenden Films sein: Das Miteinander und den Ansatz unseres Konzeptes mit mehr Zeit für gute Pflege zu zeigen.
Frühlingsboten für die Nachbarschaft in Schwanebeck

Frühlingsboten für die Nachbarschaft in Schwanebeck

Das Team unseres Wohnparks in Schwanebeck ist gut gelaunt zum örtlichen „Blumenladen am Markt“ gefahren. Neben Doreen Winter, die als Pflegefachkraft im Wohnpark arbeitet, waren die Bewohnerinnen Hannelore Berkling und Angelika Pfohl beim Ausflug zu dem besonderen Laden dabei. „Den gibt es hier im Ort gefühlt schon ewig“, meint sich Winter zu erinnern. Dies stimmt nicht ganz, wie im Gespräch mit Ladenbesitzerin Tina Knochen kurz darauf herauskommt, denn Knochen und ihre Tochter haben das Geschäft am Markt erst vor zwei Jahren übernommen.

In dieser Zeit sind die beiden Frauen mit ihrem Blumenladen zu einer festen Institution in der Gemeinde geworden. Und die Besucherinnen und Besucher kommen nicht nur wegen der Blumen hierher. Auch die dekorativen Dinge, die es in Schwanebeck so sonst nirgends gibt, ziehen Gäste in das Geschäft – und die Gespräche mit den Besitzerinnen. So bekommen Berkling und Pfohl sogleich einen Stuhl, es werden aktuelle Geschehnisse im Ort besprochen und die beiden Humanas-Bewohnerinnen berichten, wie sie sich im Wohnpark eingelebt haben. „Dass wir gemeinsam frisch kochen und auch Essensvorschläge machen, ist wirklich etwas besonderes“, stellt Pfohl fest, die seit Januar in einem barrierefreien Einzimmer-Appartement wohnt. 

Im Blumenladen am Markt in Schwanebeck sprechen unsere Pflegefachkraft Doreen Winter (l.) und unsere Bewohnerinnen mit Tina Knochen (r.). Foto: Humanas

Nach dem Plausch verlässt unser Team voll bepackt mit Frühlingsblumen den Laden. Auf dem Heimweg zum Wohnpark verteilen die Frauen die kleinen Primeltöpfchen in der Gemeinde. Der blumige Gruß sorgt für lächelnde Gesichter in der Apotheke, dem Lottoladen, beim Fleischer und auch der Arztpraxis Lindemann – wo sie direkt noch eine Impfung für eine Mitarbeiterin angeboten bekommen, weil die Spritze schon aufgezogen sei.

Für alle Interessierten, die mehr zum Thema „leben bei Humanas“ erfahren möchten, bieten wir am Dienstag, 22.Februar, ab 9.30 Uhr einen Schnuppertag in unserer Tagespflege an. Anmeldungen nimmt unser Team vor Ort gerne persönlich, via Mail an schwanebeck@humanas.de sowie telefonisch unter 039424 928010 entgegen.

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