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Humanas-Wohnparks erlaufen 1839 Euro für den ASB-Wünschewagen

Humanas-Wohnparks erlaufen 1839 Euro für den ASB-Wünschewagen

Für den Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bund Sachsen-Anhalt waren gleich mehrere Humanas-Wohnparks im Rahmen der jährlichen Charity-Aktion „Läuft bei Humanas“ aktiv. Und das hat sich für den Wünschewagen des ASB Sachsen-Anhalt gelohnt. Ein Spendencheck in Höhe von 1839 Euro ist jetzt übergeben worden.

Bereits zum fünften Mal stand im Frühjahr 2025 für die mittlerweile 23 Humanas-Wohnparks sowie weitere Mitarbeitende aus der Verwaltung, dem Referententeam und die Auszubildenden die Charity-Aktion „Läuft bei Humanas“ an. „Jedes dieser Teams darf ein Spendenziel wählen“, erklärt Linda Wolf, die als Referentin für die Humanas-Stiftung für Kinder und Jugendliche zuständig ist. Gleich sieben Wohnparks beziehungsweise Gruppen, darunter die Magdeburger Wohnparks aus dem Bruno-Taut-Ring, aus Diesdorf, der Hans-Grade-Straße und der Ulnerstraße sowie der Wohnpark Wolmirstedt, die Mitarbeitenden der Humanas-Verwaltung und die Azubis haben sich zusammengetan, um ihre ersportelten Kilometer dem ASB Wünschewagen zukommen zu lassen.

Jeder Kilometer zählt bei Charity-Aktion von Humanas

Denn bei „Läuft bei Humanas“ zählt jeder Kilometer. „Für jeden erlaufenen Kilometer gibt es seitens der Humanas-Stiftung oder direkt von Humanas pro Person 1,50 Euro. Für jeden erradelten Kilometer sind es 50 Cent“, erklärt Humanas-Geschäftsführer Fabian Biastoch.

Die an der Spende für den ASB Wünschewagen beteiligten Gruppen sind allesamt gelaufen, was bei der Summe von 1839 Euro insgesamt 1226 Spendenkilometern entspricht.

„Wir sind sehr glücklich, dass durch unseren Einsatz und den Zusammenschluss gleich mehrerer Teams knapp 2000 Euro für den ASB Wünschewagen zusammengekommen sind“, findet Melanie Krüger, Leiterin des Finanzmanagements von der Verwaltung des Pflegeunternehmens aus Colbitz in der Börde. Zusammen mit Aileen Wiesner, Pflegedienstleiterin des Wohnparks in der Magdeburg Ulnerstraße, und Benjamin Bernick, stellvertretender Pflegedienstleiter des Wohnparks im Bruno-Taut-Ring in Magdeburg, hat Melanie Krüger den Spendencheck an Ina Schulz und Luisa Garthof vom ASB Wünschewagen übergeben. Bei den beiden Frauen war die Freude über die Spende groß – und die Freude der Fahrgäste, die von der Spende profitieren, wird vermutlich noch größer sein.

Humanas spendet Geld für Erfüllung letzter Wünsche

Schließlich erfüllt das Wünschewagen-Team aus Sachsen-Anhalt nicht irgendwelche Wünsche, sondern letzte Wünsche. Denn die Fahrgäste – ganz gleich ob jung oder alt – sind krank. Zumeist so krank, dass sie nicht mehr allzu lange leben werden. Entsprechend wäre die Erfüllung vieler letzter noch so kleiner Wünsche ohne die medizinische Versorgung, die der Wünschewagen und die Wunscherfüller bieten, nicht möglich. Unter dem Motto „Letzte Wünsche wagen“ erfüllt der ASB Wünschewagen und dessen Team seit August 2018 letzte Wünsche.

Humanas-Wohnparks erlaufen 1839 Euro für den ASB-Wünschewagen

Stellvertretend für die sieben Humanas-Gruppen, die im Rahmen der Aktion „Läuft bei Humanas“ für den ASB Wünschewagen Spenden ersportelt haben, haben die kaufmännische Leiterin des Pflegeunternehmens Melanie Krüger (l.), Pflegedienstleiterin des Wohnparks Ulnerstraße Aileen Wiesner (m.) und Benjamin Bernick, stellvertretender Pflegedienstleiter des Wohnparks im Bruno-Taut-Ring, den Spendencheck an Ina Schulz (2.v.l.) und Luisa Garthof vom ASB Wünschewagen übergeben. Foto: Linda Wolf/Humanas

Spenden dank Sport: Humanas-Teams unterstützen vor Ort

Spenden dank Sport: Humanas-Teams unterstützen vor Ort

Spenden durch Sport generieren. Das haben rund 25 Humanas-Teams im Frühjahr geschafft. Und so ist im Rahmen der jährlichen Charity-Aktion des Pflegeunternehmens „Läuft bei Humanas“ eine Gesamtspendensumme in Höhe von 6801,50 Euro ersportelt worden. Die Spenden sind jetzt übergeben worden – unter anderem an den ASB Wünschewagen Sachsen-Anhalt, die DRK Kinder- und Jugendhäuser „Anne Frank“ in Tangerhütte und das Kinderhospiz Magdeburg. Aber auch kleinere Vereine und Kooperationspartner der Humanas-Wohnparks profitieren von der sportlichen Leistung der Mitarbeitenden des Pflegeunternehmens.

Bereits zum fünften Mal stand im Frühjahr 2025 für die mittlerweile 23 Humanas-Wohnparks sowie weitere Mitarbeitende aus der Verwaltung, dem Referententeam und die Auszubildenden die Charity-Aktion „Läuft bei Humanas“ an. „Jedes dieser Teams darf ein Spendenziel wählen“, erklärt Linda Wolf, die als Referentin für die Humanas-Stiftung für Kinder und Jugendliche zuständig ist.

Humanas-Wohnparks ersporteln Spenden gemeinsam

Einige der Teams haben sich auf gemeinsame Spendenziele einigen können, sodass viele ersportelte Kilometer zusammengekommen und die Einzelspendensummen teils hoch ausgefallen sind.

Denn bei „Läuft bei Humanas“ zählt jeder Kilometer. „Je nach Spendenziel gibt es seitens der Humanas-Stiftung, die Projekte für Kinder und Jugendliche unterstützt, oder eben direkt von Humanas für jeden erlaufenen Kilometer pro Person 1,50 Euro. Für jeden erradelten Kilometer sind es 50 Cent“, erklärt Humanas-Geschäftsführerin und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Ina Kadlubietz.

Viele Projekte für Kinder und Jugendliche profiteiren von Spenden von Humanas

Die größte Spende in Höhe von 1839 Euro gab es von gleich fünf Wohnpark- und zwei weiteren Teams für den Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bund Sachsen-Anhalt. Jeweils deutlich über 500 Euro haben zudem das die DRK Kinder- und Jugendhäuser „Anne Frank“ in Tangerhütte, der Verein für krebskranke Kinder Harz e.V. und das Kinderhospiz Magdeburg erhalten.

Aber auch kleine Vereine und Kooperationspartner der einzelnen Wohnparks in ganz Sachsen-Anhalt profitieren von den ersportelten Kilometern der Wohnpark-Teams. Zusammengenommen haben diese schließlich stolze 3912 Kilometer (5868 Euro) erlaufen und 1867 Kilometer erradelt (933,50 Euro), was für „Läuft bei Humanas“ 2025 die Gesamtspendensumme von 6801,50 Euro ergibt.

„Wir sind stolz, so engagierte Mitarbeitende zu haben“, lobt Humanas-Geschäftsführerin Ina Kadlubietz den Einsatz der Teams für die Charity-Aktion – und ihr tägliches Engagement für ein Leben, wo man zu Hause ist für die Bewohnerschaft in den Wohnparks.

Spenden dank Sport: Humanas-Teams unterstützen vor Ort in Sachsen-Anhalt

Insgesamt 6801,50 Euro haben die Humanas-Teams im Rahmen der jährlichen Charity-Aktion „Läuft bei Humanas“ im Jahr 2025 gesammelt und an ihre ganz persönlichen Herzenzprojekte gespendet. Darüber freuen sich auch (v.l.) Linda Wolf, Referentin für die Humanas-Stiftung, und Ina Kadlubietz, Humanas-Geschäftsführerin und Kuratoriumsmitglied der Stiftung. Foto: Katharina Hannemann/Humanas

Projekttag bringt Generationen zusammen

Projekttag bringt Generationen zusammen

Wie fühlt es sich an, mit Seheinschränkungen, Hörproblemen oder Bewegungseinschränkungen zu leben? Dieser Frage sind Achtklässlerinnen und Achtklässler der Sekundarschule „Thomas Mann“ aus Dardesheim im Rahmen eines besonderen Projekttags im Humanas Wohnpark Osterwieck nachgegangen.

Sehen, Hören, Bewegen – mit allen Sinnen nachempfunden

Die Initiative zu dem Tag kam von Humanas selbst: Ziel war es, junge Menschen für altersbedingte Einschränkungen zu sensibilisieren und einen lebendigen Austausch zwischen den Generationen zu ermöglichen. An mehreren interaktiven Stationen konnten die Jugendlichen altersbedingte Einschränkungen hautnah erleben. Mit selbstgebastelten Simulationsbrillen wurden Sehstörungen wie Grauer Star oder Makuladegeneration dargestellt. Über eine Bluetooth-Box hörten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8b und 8c typische Klangveränderungen oder Tinnitus-Geräusche, begleitet von persönlichen Berichten betroffener Bewohnerinnen und Bewohner.

Auch körperliche Einschränkungen standen im Fokus – beim Rollstuhlrennen konnten die Jugendlichen auf eine spaßige Art und Weise nachvollziehen, welche Herausforderungen Menschen mit Erkrankungen wie Arthrose, Parkinson oder nach einem Schlaganfall im Alltag bewältigen müssen. Darüber hinaus wurden Fragen diskutiert wie: „Was wünsche ich mir für meine Zukunft?“ oder „Wie kann ich als junger Mensch älteren Menschen helfen?“ Die Bewohnerinnen und Bewohner gaben der jungen Generation im Gegenzug wertvolle Tipps aus ihrem Leben mit auf den Weg.

„Am coolsten fanden wir die Station mit den Brillen für Seheinschränkungen und das Rollstuhlrennen. Es war total spannend zu erleben, wie sich das Älterwerden anfühlen kann – jetzt verstehen wir viel besser, was ältere Menschen durchmachen“, berichteten die Jugendlichen aus der Sekundarschule „Thomas Mann“.

Beim Rollstuhlrennen im Humanas Wohnpark Osterwieck erleben die Jugendlichen spielerisch die Herausforderungen im Alltag von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Beim Rollstuhlrennen im Humanas Wohnpark Osterwieck erleben die Jugendlichen spielerisch die Herausforderungen im Alltag von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Der Projekttag wurde erstmals durchgeführt – und war aus Sicht aller Beteiligten ein voller Erfolg. Humanas plant, das Format auch im kommenden Jahr fortzuführen und weiteren Schulklassen die Teilnahme zu ermöglichen. „An anderen Standorten gibt es bereits ähnliche Projekte mit Schulen. So kooperieren die Magdeburger Wohnparks mit der Regenbogenschule und ermöglichen regelmäßige Praxiseinsätze der Förderschülerinnen und -schüler“, verrät Geschäftsführer Fabian Biastoch.

Feierliche Eröffnung Humanas-Wohnpark Wolmistedt

Feierliche Eröffnung Humanas-Wohnpark Wolmistedt

Der Humanas-Wohnpark in Wolmirstedt ist am 30. April feierlich eröffnet worden. Gemeinsam mit dem Team des Wohnparks um Pflegedienstleiterin Daniela Wolff haben viele Gäste, darunter auch Martin Stichnoth, Landrat des Bördekreises, und Wolmirstedts Bürgermeisterin Marlies Cassuhn, gefeiert.

Mit einem Glas Sekt stoßen Gabriele Will (Pflegedienstleitung Humanas Wohnpark Wanzleben), Geschäftsführer Fabian Biastoch, Marlies Cassuhn (Bürgermeisterin der Stadt Wolmirstedt), Martin Stichnoth (Landrat des Landkreises Börde) und Daniela Wolff (Pflegedienstleitung Humanas Wohnpark Wolmirstedt) gemeinsam mit dem Team auf die feierliche Eröffnung des neuen Wohnparks in Wolmirstedt an. Foto: Katharina Hannemann/Humanas

„Wir sind stolz, Humanas mit diesem weiteren Standort erneut im Landkreis Börde begrüßen zu dürfen.“, erklärte Landrat Martin Stichnoth. Wolmirstedts Bürgermeisterin Marlies Cassuhn sagte indes: „Als Bürgermeisterin freue ich mich, dass Humanas die Entscheidung getroffen hat, in Wolmirstedt einen Wohnpark zuerrichten.“ Neben lobenden Worten hatte Humanas-Geschäftsführer Fabian Biastoch an diesem Tag auch eine Holzbank im Gepäck. „Sie wird einen besonderen Platz im Eingangsbereich des Wohnparks bekommen, für alle gut erreichbar und zugänglich.“, verrät Pflegdienstleiterin Daniela Wolff und zeigt sich zufrieden mit der Eröffnungsfeier „ihres“ Wohnparks in der Kleinen Gartenstraße in Wolmirstedt.

Und wie bei jeder offiziellen Eröffnungsfeier eines Wohnparks hat Pflegedienstleiterin Daniela Wolff auch den symbolischen Wohnparkschlüssel bekommen. Ihre Kollegin Gabriele Will, Pflegedienstleiterin des Standorts in Wanzleben, der im vergangenen Jahr offiziell eröffnet wurde, hat Daniela Wolff den überdimensionierten Schlüssel überreicht. Schon im Juni wird die Wolmirstedter Pflegedienstleiterin selbst einen überreichen: Dann wird der bisher größte Humanas-Wohnpark in Bad Suderode feierlich eröffnet.

Fest verwurzelt

„Wir sind in Wolmirstedt mittlerweile fest verwurzelt und das fühlt sich gut an“, erklärt Daniela Wolff freudig. Diese Verwurzlung symbolisiert auch ein Birnenbaum, der am Morgen des Festtags auf dem Wohnpark-Gelände gepflanzt worden ist. Dabei hatten einige Profis der SBB Baskets Wolmirstedt tatkräftig geholfen und den Birnenbaum zusammen mit Hausmeister Andre Joneleit sicher in die Erde gebracht und eine erste Ladung Gießwasser verpasst – auf das er schon bald Früchte trägt.

Zur Eröffnung des Humanas-Wohnparks Wolmirstedt überreichten die SBB Baskets-Spieler Benedict Baumgarth und Joshua Ediz Burgunder dem Team ein signiertes Trikot – ein sportlicher Gruß zur Feier des Tages. Foto: Katharina Hannemann/Humanas

Zur Eröffnung des Humanas-Wohnparks Wolmirstedt überreichten die SBB Baskets-Spieler Benedict Baumgarth und Joshua Ediz Burgunder dem Team ein signiertes Trikot – ein sportlicher Gruß zur Feier des Tages. Foto: Katharina Hannemann/Humanas

Mit der Heimat verbunden

Mit der Heimat verbunden

Als Teil der Humanas-Philosophie engagieren sich die Wohnparks in ihren Gemeinden, unterstützen Vereine und Institutionen. Dazu gehören vor allem generationsübergreifende Projekte wie die Kooperation mit unserem Wohnpark in der Magdeburger Hans-Grade-Straße und der Evangelischen Grundschule in Magdeburg-Stadtfeld.

Ringe werfen, Bälle fischen oder auch Puzzeln unter freiem Himmel – dieser sonnige Herbstnachmittag bleibt für zwölf Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Grundschule Magdeburg und die Bewohnerschaft des Magdeburger Wohnparks in der Hans-Grade-Straße in besonderer Erinnerung. Bei der „Herbstolympiade“ hatte jedes Kind einen Senior oder eine Seniorin an seiner Seite – ein Team, das sich gegenseitig unterstützte und bei Geschicklichkeitsspielen, kleinen Wettkämpfen und kreativen Aufgaben gemeinsam über sich hinauswachsen konnte. Und dieser Besuch ist Teil einer langjährigen Verbindung.

Langjähriger Kontakt zwischen Grundschule und Wohnpark

Seit seiner Eröffnung im Dezember 2019 stehen der Magdeburger Wohnpark in der Hans-Grade-Straße und die Evangelische Grundschule in Kontakt. In der Schule wird eine an christlichen Wertvorstellungen orientierte Erziehungsarbeit geleistet. Dies bedeutet für die Kinder zum einen, dass sie mit ihren individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen am Unterrichtsgeschehen teilnehmen und den Unterricht bereichern können. Zum anderen hat die Unterstützung von Begabungen sowie eine musisch-künstlerische Förderung eine besondere Bedeutung. Vor allem während der Corona-Pandemie kam die künstlerische Ausrichtung zum Tragen und die Kooperation wurde gefestigt.

„Die sozialen Aktivitäten der älteren Menschen waren aufgrund der Schutzmaßnahmen stark eingeschränkt“, erinnert sich Anja Leiß, Schulleiterin der Grundschule. „Das alltägliche Leben wurde einsamer und weniger abwechslungsreich.“ Die Kinder haben darauf- hin aufmunternde Briefe oder kleine Gedichte geschrieben, Bilder gemalt und Dekorationen für den Wohnpark gebastelt. Damit schickten sie ein Stück Optimismus und Lebensfreude zu den Bewohnerinnen und Bewohner.

Mit der Heimat verbunden

Die Bewohnerschaft des Wohnparks Hans-Grade-Straße und die Kinder der
Evangelischen Grundschule Magdeburg bildeten Teams bei der „Herbstolympiade“. Foto: Katharina Hannemann/Humanas

Diese Verbindung schenkte beiden Seiten Freude sowie Zuversicht und nach der Pandemie folgten immer wieder Besuche bei Festen sowie gegenseitige Unterstützung bei Projekten. „Kein Wunder, dass diese wunderbare Verbindung auch heute noch Bestand hat“, stellt Pflegefachkraft Nicole Thurau vom Wohnpark-Team der Hans-Grade-Straße fest. „Und schön zu sehen, wie die gemeinsamen Erlebnisse die Verbindung zwischen den Generationen stärkt.“

Generationen lernen voneinander

Diese Stärke wird einmal mehr bei der Herbstolympiade deutlich. „Wir haben uns gegenseitig angefeuert und richtig viel zusammen gelacht“, erzählt Viertklässlerin Johanna, die gemeinsam mit der 71-jährigen Karin Wolff in einem Team war. Wenn Jung und Alt zusammenkommen, sind beste Gewinnchancen vorprogrammiert: Durch ihre Erfahrungen und die Geduld steht die ältere Generation den jungen, aktiven Teilnehmenden mit wertvollen Tipps und Ermutigungen zur Seite.

Und auch für die Feier des 5. Wohnpark-Geburtstages in der Hans-Grade-Straße hatten die Kinder der Evangelischen Grundschule etwas vorbereitet – und das aus gutem Grund, wie Schulleiterin Anja Leiß sagt: „Diese Kooperation ist längst ein Herzensprojekt für uns geworden.“

Mit der Heimat verbunden

Johanna (v.l.), Marla und Joshua von der Evangelischen Grundschule Magdeburg
sind gern bei den unterhaltsamen Tage im Wohnpark dabei. Foto: Katharina Hannemann/Humanas

Andere Länder, andere Pflege

Andere Länder, andere Pflege

Pflege ist vielfältig, genau wie die Menschen, die in der Pflege tätig sind. Wie sehr sich der Pflegestandard in Deutschland von dem in anderen Ländern unterscheidet, wissen vor allem Menschen mit internationalen Wurzeln. Über die interessantesten Unterschiede zur Pflege in ihren Heimatländern berichten vier Teammitglieder aus den Wohnparks in Tangermünde, Zielitz, Darlingerode und der Ulnerstraße in Magdeburg.

Humanas-Familie besticht durch Vielfalt

Wer in Deutschland pflegebedürftig wird oder es bereits ist, wird vor so manche Herausforderungen gestellt. Zunächst aber stehen Fragen im Raum: Gibt es die Möglichkeit, dass Angehörige die Pflege in der eigenen Häuslichkeit übernehmen? Wie steht es um einen Platz in der ambulanten Tagespflege? Oder ist der Umzug in eine Pflegeeinrichtung der beste Weg? Fragen, die sich Pflegebedürftige und deren Angehörige sicher nicht nur in Deutschland stellen. Aber wie sieht eigentlich die Pflege in anderen Ländern wie Griechenland oder Syrien aus?

Nikolina Jurcevic, Diana Chepchirchir, Kiriaki Schneevoigt und Yacoub Alfares kennen als Teil der Humanas-Familie den Pflege-Alltag in Deutschland genau. Da ihre Wurzeln in anderen Ländern liegen, wissen sie auch, dass das Thema Pflege älterer Menschen längst nicht überall so gehandhabt wird wie hierzulande.

Pflege muss oft aus eigener Tasche bezahlt werden

Während in Deutschland die Versorgung von Pflegebedürftigen – ob in eigener Häuslichkeit, stationär in einem Pflegeheim oder in hybriden Wohnformen wie bei Humanas – eine persönliche Entscheidung ist, wird diese in anderen Ländern eher selten getroffen. „Meine Schwiegereltern in Kroatien haben schon gesagt, dass sie auf keinen Fall ins Pflegeheim wollen“, berichtet Nikolina Jurcevic. Die 33-Jährige stammt aus Kroatien und kam 2016 gemeinsam mit ihrem Mann und den beiden Kindern nach Deutschland, genauer gesagt nach Tangermünde.

Ihre ersten Erfahrungen in der Pflege sammelte sie als Pflegekraft ab 2019 in einer stationären Pflegeeinrichtung. Seit Anfang 2024 ist sie Teil des Humanas-Teams im Wohnpark Tangermünde. „Ich wollte nochmal woanders tätig werden und fühle mich hier sehr wohl“, stellt die 33-Jährige fest. Insbesondere die Alltagsbegleitung bereitet Nikolina Jurcevic viel Freude. „Soweit ich weiß, gibt es sowas in den wenigen Pflegeeinrichtungen, die es in Kroatien gibt, gar nicht“, erzählt sie.

Andere Länder, andere Pflege

Nikolina Jurcevic (r.) aus dem Wohnpark Tangermünde nutzt ihre Kaffeepause gerne für einen Plausch mit Kolleginnen und Kollegen. Foto: Katharina Hannemann/Humanas

Generell gebe es in ihrer Heimat nämlich nur wenige stationäre Pflegeeinrichtungen, ambulante Einrichtungen fast gar nicht. Das liege wohl auch daran, dass pflegebedürftige Menschen in Kroatien im eigenen Zuhause von ihren Kindern oder anderen Angehörigen gepflegt werden wollen – und müssen. „Die Leute müssen alles aus der eigenen Tasche zahlen. Und das Geld für Pflegeheime haben sie auch aufgrund kleiner Renten meist nicht“, erklärt Nikolina Jurcevic, die im Frühjahr 2025 als Unterstützung ihrer Schwiegereltern zurück nach Kroatien gehen will.

Ähnlich sieht es in Griechenland aus – auch über die Altenpflege hinaus. Zwar lebt Kiriaki Schneevoigt schon seit ihrem ersten Lebensjahr in Deutschland, reist aber regelmäßig nach Griechenland, wo sie geboren wurde. „Die Pflege in Griechenland sieht leider Gottes nicht so gut aus“, erzählt die 35-Jährige, die seit 2022 als Pflegekraft im Wohnpark Darlingerode arbeitet.

Soweit ich weiß, gibt es so etwas wie Alltagsbegleitung in den wenigen Pflegeeinrichtungen, die es in Kroatien gibt, gar nicht.

Nicolina Jurcevic, Pflegekraft im Wohnpark Tangermünde

„Ich habe Erfahrungen sammeln können, als mein krebskranker Vater in Griechenland ins Krankenhaus gekommen ist und da waren wir als Familie bei der Pflege gefragt.“ Anders als in Deutschland mussten Kiriaki Schneevoigt und ihre Familie nämlich trotz des Personals vor Ort ihren Vater im griechischen Krankenhaus selbst pflegen. Dazu gehörte beispielsweise das Waschen und die Versorgung mit Inkontinenzmaterial.

Angehörige kümmern sich zumeist um Pflege in der eigenen Häuslichkeit

„Manchmal hat man aber Glück und es gibt nette Schwestern, denen man dann etwas zusteckt und die dann die Pflege mitmachen.“ Denn für gewöhnlich übernehme das Krankenhauspersonal in Griechenland ausschließlich medizinische Leistungen wie die Medikamentengabe, Verbandswechsel oder Injektionen. Die 35-Jährige berichtet, dass es in Griechenland indes nur wenige stationäre Altenpflegeeinrichtungen gebe – ambulante Dienste gar nicht. Dort seien es Nachbarn und Freunde, die den Familien pflegebedürftiger Menschen zur Seite stehen und dafür teils auch entlohnt würden.

Dass ältere Menschen in ihrer Heimat zumeist zu Hause im Kreise der Familie gepflegt und betreut werden, berichtet auch Diana Chepchirchir. Die 27-Jährige stammt aus Kenia und kam 2020 nach Deutschland. Seither wohnt sie in Wolmirstedt und ist seit Dezember 2023 als Pflegekraft im Zielitzer Wohnpark tätig. Und das, obwohl die Mutter einer kleinen Tochter in Kenia die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft gemacht und dort auch einige Monate in dem erlernten Beruf gearbeitet hat.

Andere Länder, andere Pflege

Mit Bewohner Martin Ahlers hat Diana Chepchirchir stets viel Spaß. Foto: Katharina Hannemann/Humanas

„Das Anerkennungsverfahren zieht sich und so lange arbeite ich als Pflegekraft“, erklärt Diana Chepchirchir. So gehören neben Betreuungstätigkeiten auch die pflegerischen Tätigkeiten, die sie als solche ausführen darf, zu ihrem Alltag im Wohnpark. „In Kenia dürfen Pflegekräfte aber viel mehr machen“, berichtet die 27-Jährige. Allerdings gebe es in ihrer Heimat auch nur wenige Pflegefachkräfte. „Viele ältere Menschen bleiben in Kenia bei ihren Familien und die Angehörigen kümmern sich“, berichtet Diana Chepchirchir.

Respektvoller Umgang in den Humanas-Wohnparks

So ist die Pflegesituation auch in Syrien, wie Yacoub Alfares aus dem Magdeburger Wohnpark in der Ulnerstraße erzählt. „Angehörige versorgen und pflegen die Menschen“, so der 42-Jährige, der 2015 nach Deutschland gekommen ist. „Manchmal werden sie dabei von Nachbarn oder Freunden der Familie unterstützt. Pflegeheime gibt es gar nicht.“ In Syrien hatte Yacoub Alfares Maschinenbau studiert und in dieser Branche auch gearbeitet. Weil sein Studium in Deutschland aber nicht anerkannt wird, hat der 42-Jährige zunächst in einem Restaurant, dann in einer Autowaschanlage und später in einer anderen Pflegeeinrichtung gearbeitet.

Seit Anfang 2024 ist Yacoub Alfares als Pflegekraft im Wohnpark in der Ulnerstraße tätig. „Die Arbeit bei Humanas gefällt mir sehr gut. Bewohner und Kolleginnen behandeln mich mit Respekt und helfen mir, wenn ich Fragen habe. Das habe ich leider auch schon anders erlebt“, berichtet er. Um seine Sprachkenntnisse stetig zu verbessern, nimmt Yacoub Alfares Deutschunterricht bei Sprachlehrerin Anneliese Schwarzbold Biastoch, die als solche für Humanas tätig ist.

Es ist meistens eine Krankenschwester für 30 bis 40 Personen auf einer Station zuständig, denen sie einfach gar nicht gerecht werden kann.

Kiriaki Schneevoigt, Pflegekraft im Wohnpark Darlingerode

„Am liebsten mache ich ambulante Dienstfahrten“, verrät Yacoub Alfares, der im Zuge dieser Fahrten die Menschen, die nicht im Wohnpark wohnen, betreut und ergänzt: „Auch so etwas kennt man in Syrien gar nicht – zumal es weder eine Kranken- noch Pflegeversicherung wie in Deutschland gibt. Die Menschen in Syrien müssen jeden Arztbesuch selbst zahlen.“

Andere Länder, andere Pflege

Um seine Sprachkenntnisse stetig zu verbessern, bekommt Yacoub Alfares, der aus Syrien stammt, regelmäßig Deutschunterricht von Anneliese Schwarzbold Biastoch. Foto: Katharina Hannemann/Humanas

Die wenigen Pflegeeinrichtungen, die indes in Kroatien, Griechenland und Kenia stehen, werden ähnlich wie in Deutschland von einer Pflegedienstleitung und deren Stellvertretenden geleitet. Beschäftigt werden sowohl Pflegekräfte als auch Pflegefachkräfte, die über mehrere Jahre zu solchen ausgebildet werden. So unterschiedlich die Pflege in den vier Ländern im Vergleich zu Deutschland ist, so ähnlich sind die Wege von möglichem Fachpersonal in die Pflege. Zur dreijährigen Pflegefachkraft-Ausbildung in Kenia gehörten für Diana Chepchirchir neben Schulblöcken, auch die Arbeit in verschiedenen

Fachkräfte- und Nachwuchsmangel in der Pflegebranche nicht nur in Deutschland

Pflegebereichen – ähnlich wie es bei der generalistischen Pflegeausbildung in Deutschland seit 2020 der Fall ist. „Vor dem Start des dritten Ausbildungsjahres musste man sich dann entscheiden, in welchem Bereich man sich spezialisieren möchte. Ich bin letztlich Pflegefachkraft für Psychiatrie geworden“, erzählt die 27-Jährige.

In Kroatien und Griechenland dauert die Ausbildung zur Pflegefachkraft, die ebenfalls aus schulischen und praktischen Einheiten besteht, vier Jahre. Das berichten Nikolina Jurcevic und Kiriaki Schneevoigt. Dadurch, dass die Menschen in Syrien grundsätzlich nicht von Fachpersonal gepflegt werden, gebe es eine entsprechende Ausbildung auch gar nicht, erklärt Yakoub Alfares. Somit herrscht in Syrien auch kein Fachkräfte- und Nachwuchsmangel – im Gegensatz zu Deutschland, Kroatien, Griechenland und Kenia.

Wunsch nach mehr Gelassenheit im Pflegealltag

„Es ist meistens eine Krankenschwester für 30 bis 40 Personen auf einer Station zuständig, denen sie einfach gar nicht gerecht werden kann. Da liegt dann schon mal ein Zugang, an dem Blut heraustropft und man sich fragt, warum niemand kommt. Das ist aber bei dem Versorgungsschlüssel kein Wunder“, erzählt Kiriaki Schneevoigt von einer Situation in einem der griechischen Krankenhäuser und ergänzt: „Ich muss wirklich sagen, dass wir es hier in Deutschland schon sehr gut haben und manchmal auf sehr hohem Niveau jammern.“

Einig sind sich die vier aber, dass die Pflege in Deutschland aus ihrem jeweiligen Heimatland dennoch etwas lernen kann: mehr Gelassenheit. „Wobei es uns und der Bewohnerschaft bei Humanas schon echt gut geht und wir ausreichend Zeit bekommen für all die Dinge, die zum Wohnpark-Alltag gehören“, findet Nikolina Jurcevic.

Andere Länder, andere Pflege

Kiriaki Schneevoigt (l.) wurde in Griechenland geboren und arbeitet seit 2022 als Pflegekraft im Wohnpark Darlingerode. Foto: Katharina Hannemann/Humanas