Unsere Lohnentwicklung der vergangenen Jahre

Unsere Lohnentwicklung der vergangenen Jahre

Bedingt durch die Corona-Pandemie sinken die Löhne bundesweit. Warum das nicht auf Humanas zutrifft. 

Die Corona-Krise hat die Entwicklung der Löhne in Deutschland stark beeinflusst. Das geht aus einem Bericht des Statistischen Bundesamtes hervor, der erstmals seit Beginn der Erhebung 2007 einen nominalen Verdienstrückgang beschreibt. Der Nominallohnindex sank im Jahresdurchschnitt um rund 0,6 Prozent, die Verbraucherpreise stiegen im Gegenzug um knapp 0,5 Prozent. Das führte im Bundesdurchschnitt zu einem Verdiensteinbruch von rund einem Prozent.

Bei Humanas ist der Lohn hingegen im vergangenen Jahr wie auch in den Jahren davor gestiegen. 2019 haben wir zunächst die wöchentliche Arbeitszeit von 40 auf 38,5 Stunden gesenkt. Damit haben alle Kolleginnen und Kollegen für das gleiche Geld weniger Zeit arbeiten müssen, was zu einem Plus bei den Stundenlöhnen geführt hat. 2020 haben wir dann die Wochenarbeitszeit auf 36 Stunden gesenkt, was ebenfalls einen Erhöhung der Stundenlöhne beinhaltete. Außerdem haben wir den jährlichen Urlaub erhöht.

Zum 1. April 2021 wurden die Löhne bei Humanas abermals angehoben, sodass eine Pflegefachkraft pro Stunde nun 16,76 Euro oder monatlich 2613 Euro brutto verdient. Zum Vergleich: In Sachsen-Anhalt verdient einer Erhebung der Arbeitsagentur zufolge eine vollzeitbeschäftigte Altenpflegefachkraft bei mehrheitlich einer 40-Stunden-Woche durchschnittlich 2166 Euro brutto im Monat. In Ostdeutschland verdient eine Fachkraft unter gleichen Bedingungen im Mittel 2211 Euro brutto.

Zahlreiche Zusatzleistungen

Altenpflegehelfer verdienen laut den Experten der Arbeitsagentur durchschnittlich 1805 Euro brutto in Sachsen-Anhalt und in Ostdeutschland 1662 Euro brutto. Bei Humanas erfolgt für ungelernte Betreuungs- oder Pflegekräfte die Eingruppierung in Entgeltgruppe 3. Als Einstieg ist seit 1. April 2021 so ein Gehalt in Höhe von 2043 Euro brutto möglich. Damit haben ungelernte Kräfte bei Humanas 381 Euro brutto mehr als der Durchschnitt in Sachsen-Anhalt auf dem Lohnzettel stehen. Die Entgeltgruppen sind vollkommen transparent in unserer Betriebsordnung dargestellt.

Neben dem reinen monatlichen Verdienst kommen noch Zusatzleistungen wie eine private Krankenzusatzversicherung, eine Altersvorsorge oder eine Gesundheitsprämie von bis zu 600 Euro pro Jahr hinzu.

Sattes Gehaltsplus bei Humanas

Sattes Gehaltsplus bei Humanas

Ab 1. April gilt bei Humanas eine neue Betriebsordnung, die ein sattes Gehaltsplus verspricht. Die Stundenlöhne liegen beispielsweise weit über den jüngst viel beachteten Entwurf von Verdi.

Eine examinierte Pflegefachkraft verdient bei uns nun 16,76 Euro in der Stunde in der ersten Stufe. Als Pflegedienstleitung sind es dann schon 21,02 Euro pro Stunde und als spezialisierte Pflegedienstleitung noch einmal mehr als zwei Euro mehr. Der monatliche Bruttolohn für eine Fachkraft beträgt damit 2613 Euro. Damit liegen Pflegefachkräfte bei Humanas rund 100 Euro über dem Medianeinkommen, das die Bundesagentur für Arbeit für Sachsen-Anhalt in dieser Berufsgruppe bei 2532 Euro festmacht. Bei uns verdienen zudem alle Geschlechter gleich viel.

Für die nicht examinierten Kolleginnen und Kollegen bedeutet die neue Betriebsordnung einen großen Sprung. So liegt kein monatliches Bruttoentgelt mehr unter 2000 Euro und kein Stundenlohn mehr unter 13 Euro. Ohne Abschluss verdient man bei uns nun mindestens 13,10 Euro pro Stunde und mit einer Qualifikation, wie die Berechtigung Leistungen nach SGB V (§132a, 43b o.ä.) zu erbringen, 14,62 Euro. Den Erwerb dieser Qualifikationen ermöglichen wir auf unsere Kosten oft nach der Probezeit. Auch andere Weiter- sowie Ausbildungen unterstützen wir seit jeher.

Weit über Verdi-Entwurf

Der von Verdi ausgehandelte, aber nicht in Kraft getretene Tarifvertrag sah für Pflegehelferinnen und Pflegehelfer übrigens 12,40 Euro pro Stunde vor. Für jene mit einjähriger Ausbildung 13,10 Euro. Also jener Stundenlohn, den bei uns ungelernte Kolleginnen und Kollegen verdienen. Für diejenigen mit einer Ausbildung (nicht examiniert), stehen in unserer neuen Betriebsordnung 14,92 Euro pro Stunde. Das sind fast zwei Euro mehr als Verdi in seinem Vertrag festlegen wollte.

Während in den meisten Tarifverträgen von einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden ausgegangen wird, gilt bei uns seit Herbst 2020 eine 36-Stunden-Woche. Damit ergeben sich zwei lange Wochenenden pro Monat. Im Vergleich zu einer 40-Stunden-Woche bleiben in der Jahressumme so 23 Tage mehr Freizeit.

Als Praxisanleiterin für die Azubis da

Als Praxisanleiterin für die Azubis da

Josephien Hahn ist examinierte Altenpflegefachkraft. Seit Februar 2018 arbeitet sie im Humanas Wohnpark Colbitz. Seit kurzem ist sie auch Praxisanleiterin und kümmert sich um die Auszubildenden.

Seit wann arbeitest du in der Pflege und warum?

Ich bin seit 2013 in der Pflege. Vorher habe den Beruf der medizinische Dokumentationsassistentin gelernt, war aber darin nicht glücklich. Ich wollte was am und mit Menschen machen.

In meiner Jugend habe ich in der eigenen Familie miterlebt, wie meine Oma an Alzheimer erkrankte. Es war nicht immer einfach, aber die gemeinsame Zeit mit ihr und die glücklichen Momente machten mir klar, dass es genau das ist, was ich später beruflich machen will. Alte Leute im alltäglichen Leben unterstützen, sie aufheitern und zum Lachen bringen, ist das, was mir am Herzen liegt.

Wolltest du auch schon immer Praxisanleiterin werden?

Im Laufe der Zeit habe ich festgestellt, dass ich Spaß daran habe, mein Wissen zu teilen und anderen etwas beizubringen. Im Wohnpark wurden mir dann immer häufiger neue Mitarbeiter an die Seite gestellt. Ich sollte ihnen fachbezogene Inhalte erklären. Außerdem bin ich sehr geduldig und aufgeschlossen, was in diesem Job sehr wichtig ist.

Wie lief die Weiterbildung zur Praxisanleiterin ab?

Ich habe im März 2020 am Bildungszentrum für Gesundheitsberufe in Magdeburg begonnen. Das geplante Ende sollte eigentlich schon im November 2020 sein. Durch Corona verzögerte sich das aber, sodass ich erst 2021 die Weiterbildung erfolgreich beenden konnte.

Wie viele Unterrichtsstunden musstest du absolvieren?

Insgesamt waren es 300 Stunden. Wir haben zwei Klausuren geschrieben und eine Hausarbeit. Das hat viel Freizeit gekostet. Wir hatten auch Online-Homeschooling und praktische Hospitationen, sowie eine Abschlussprüfung. Es war eine schöne Zeit mit Höhen und auch Tiefen, aber ich habe eine Menge neuer toller Leute kennengelernt.

Du hast Online-Homeschooling gerade erwähnt, wie war denn der digitale Unterricht für dich?

Das war etwas ganz Neues für mich. Ich bin aber froh, dass es möglich war, denn somit konnten wir den theoretischen Teil der Weiterbildung endlich abschließen. Die anderen Theoriestunden hatten wir im Kanu Club Magdeburg, es war eine großartige Location in der Nähe der Elbe.

Was war der schönste Moment in der Ausbildung?

Es gab viele schöne Momente, aber der tollste war, am Tag der Abschlussprüfung. Dort erfahren zu haben, dass ich den Kurs bestanden habe, war wirklich großartig. Das hieß für mich natürlich auch, dass die Doppelbelastung vorbei war.

In der Weiterbildung habe ich eine Menge gelernt und will mit meinem Wissen nun allen Kolleginnen und Kollegen – also nicht nur den Auszubildenden – weiterhelfen.

Wie hat dich Humanas dabei unterstützt?

Ich bin Humanas für diese Möglichkeit sehr dankbar. Die Weiterbildung wurde bei vollem Lohnausgleich vollständig finanziert. Ich habe Freiräume bekommen und es haben mich alle unterstützt. Jetzt freue ich mich auf meine neue Herausforderung und hoffe, aus den Auszubildenden gute Fachkräfte/Pflegefachpersonen/Kollegen machen zu können.

Auch für dieses Jahr suchen wir noch Auszubildende zur Pflegefachmann/fachfrau (m/w/d)! 

Fairer Lohn für alle

Fairer Lohn für alle

Jedes Jahr an einem Tag im März ist der „Equal Pay Day“. Bis zu diesem Tag müssen Frauen arbeiten, um das gleiche Geld wie Männer im Vorjahr zu verdienen. Bei Humanas ist seit der Gründung jeden Tag „Equal Pay Day“.

Während in vielen europäischen Ländern die Gender Pay Gap, also die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern, immer weiter sinkt, verändert sie sich in Deutschland kaum. Einer aktuellen Analyse des Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge hat die Bundesrepublik im Europavergleich sogar eine der höchsten. „Der Gender Pay Gap alleine ist nicht der Maßstab für die Frage, wie es um die Gleichstellung in einem Land bestellt ist“, erklärt Forscherin Katharina Wrohlich die Ergebnisse. „Man muss auch berücksichtigen, wie viele Frauen in einem Land überhaupt erwerbstätig sind. Allerdings erscheint die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern in Deutschland auch dann nicht positiver – sie ist und bleibt im internationalen Vergleich sehr hoch.“

Wie es anders gehen kann, zeigen laut DIW nordeuropäische Länder, wo die Lohnlücke rund zwölf Prozent beträgt. In Deutschland hingegen liegt sie bei rund 19 Prozent. Das Statistische Bundesamt beziffert sie mit 18 Prozent. Auch bereinigt, also bei gleicher formaler Qualifikation und ansonsten gleichen Merkmalen, beträgt der Unterschied immer noch 6 Prozent.

In den zurückliegenden Jahren hat sie sich die unbereinigte Lohnlücke auch kaum verändert, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht:

Infografik: Frauen verdienten 18% weniger als Männer | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

2021 fällt der „Equal Pay Day“, also jener Tag, bis zu dem Frauen in diesem Jahr über das vorangegangene hinaus arbeiten müssen, um das durchschnittliche Vorjahresgehalt ihrer Kollegen zu erreichen, auf den 10. März.

Keine Gender Pay Gap bei Humanas

Bei Humanas hingegen verdienen Frauen und Männer gleich. Je nach Qualifikation werden die Mitarbeitenden in die entsprechende Entgeltgruppe eingeordnet. Beispielsweise verdient eine Pflegefachkraft aktuell 16,07 Euro pro Stunde in der ersten Stufe oder eine Pflegedienstleitung 19,64 Euro – egal ob männlich, weiblich oder divers. Unsere Gehälter sind übrigens nicht nur überdurchschnittlich hoch, sondern in unserer Betriebsordnung auch vollkommen transparent.

Das ist in der Pflegebranche leider keine Selbstverständlichkeit. Im Jahr 2017 verdienten Frauen in der Altenpflege knapp sechs Prozent oder rund 166 Euro weniger als ihre Kollegen. Aktuell sind es noch immer etwas mehr als vier Prozent – bei gleicher Tätigkeit.

Tu was für Deine Gesundheit mit Humanas

Tu was für Deine Gesundheit mit Humanas

In der Pflege arbeiten kann anstrengend sein. Körperlich wie seelisch. Da ist ein gerechter Lohn viel wert, aber nicht alles. Das wissen wir bei Humanas und zahlen nicht nur einen überdurchschnittlichen Lohn, sondern fördern auch die Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen.

Es zwickt im Rücken oder die Arme sind einfach müde nach einer Schicht. Vor allem „Rücken“ ist eine oft genannte Diagnose in der Pflege. Das soll uns aber nicht passieren. In Zusammenarbeit mit der AOK bieten wir daher seit Jahren gesundheitsfördernde Kurse an. Diese finden selbstverständlich während der Arbeitszeit statt. Im vergangenen Jahr haben beispielsweise die Teams aus der Magdeburger St.-Josef-Straße, Schackensleben und aus Friedrichsbrunn gelernt, wie man rückenschonend arbeitet. Fazit der Schulungen: Vieles lässt sich ganz leicht umsetzen und Spaß macht hat es auch! Und es ist vor allem besser für den Rücken.

https://www.facebook.com/Humanas.GmbH/posts/1556326714570744

 

Wie wichtig das ist, zeigt der jüngste Pflegereport der Barmer. Demnach würden explizit Rückenschmerzen bei Fachkräften in der Altenpflege knapp 96 Prozent und bei Hilfskräften etwa 180 Prozent mehr Fehltage als in anderen Berufen verursachen. Laut des Reports fehlen in Sachsen-Anhalt Pflegerinnen und Pfleger in der Altenpflege durchschnittlich rund 30 Arbeitstage pro Kalenderjahr. Im Landesschnitt aller Berufe sind es 22,1 Tage. AOK-versicherte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer waren laut Fehlzeiten-Report branchenunabhängig 19,8 Kalendertage arbeitsunfähig.

Dass unsere Maßnahmen für eine bessere Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen Wirkung zeigen, belegen die Fehlzeiten bei Humanas. Durchschnittlich war jeder Mitarbeitende im Jahr 2020 17 Tage krankgeschrieben. Damit sind wir fünf Tage unter dem Durchschnitt in Sachsen-Anhalt und ganze 13 Tage unter dem Branchenschnitt, den die Barmer erfasst hat.

Mehr Zeit bei Humanas

Neben dem rückenschonenden Arbeiten zählt bei Humanas auch die ganzheitliche Förderung von Gesundheit. Zusammen mit Lucky Fitness führen wir regelmäßig Fitness-Check-Ups der Mitarbeitenden durch und ebenfalls zusammen mit der AOK veranstalten wir Rauchentwöhnungskurse. Jüngst erst in Schackensleben, wo immerhin die Hälfte der Teilnehmer seitdem rauchfrei ist.

Aber nicht nur die körperliche Gesundheit ist wichtig ist, sondern auch die seelische. Daher gilt seit vergangenen Herbst bei Humanas auch eine 36-Stunden-Woche als Vollzeit. So bleibt jeder und jedem mehr Freizeit – im Vergleich zu einer 40-Stunden-Woche sind es im Jahr ganze 23 Tage mehr Zeit für die Familie, Hobbys oder einfach zum Ausspannen. So reduzieren wir schon den Stress, aber auch mit unserem besseren Personalschlüssel. Damit bleibt mehr Zeit für die Pflege.

Und wer etwas für seine Gesundheit tut und gesund bleibt, darf sich bei Humanas über bis zu 600 Euro Gesundheitsprämie im Jahr freuen.

Corona: Fragen und Antworten zur Impfung

Corona: Fragen und Antworten zur Impfung

Als erster Impfstoff in der Corona-Pandemie ist jener von BioNTech und Pfizer in Deutschland im Einsatz. Moderna wurde Anfang Januar 2021 von der EU zugelassen. Ende Januar erfolgte dann die Zulassung für den von AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelten Impfstoff.

Bei beiden erstgenannten Impfstoffen handelt es sich um einen mRNA-Impfstoff. Sie nutzen Boten-Ribonukleinsäure, um eine Immunantwort im Körper hervorzurufen. Die mRNA (messengerRNA = Boten-Ribonukleinsäure) enthält die Bauanleitung für einen Bestandteil des Covid-19-Erregers. Die Körperzellen bauen sich durch den Impfstoff ihre Virusabwehr selbst. Beide Impfstoffe erfordern zwei Impfungen, beim Biontech-Impfstoff im Abstand von drei Wochen, beim Moderna-Impfstoff im Abstand von vier Wochen.

mRNA-Impfstoffe sind keine Lebendimpfstoffe. Sie sind gut verträglich, haben wenige bis gar keine Nebenwirkungen und eine sehr hohe Wirksamkeit. Die mRNA im Impfstoff wird durch normale zelluläre Prozesse schnell abgebaut und gelangt nicht in den Zellkern.

Der Impfstoff von AstraZeneca ist ein sogenannter vektorbasierter Impfstoff. Dem Mittel von AstraZeneca hatte Großbritannien Ende 2020 als erstes Land der Welt eine Genehmigung erteilt.

Später folgte noch der Vektorimpfstoff von Janssen und seit Dezember 2021 ist in der Europäischen Union (EU) auch der Proteinimpfstoff Nuvaxovid zugelassen.

Ist die Impfung Pflicht für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Humanas?

Mit dem Beschluss der einrichtungsbezogenen Impflicht von Bundestag und Bundesrat ja. Diese greift ab dem 16. März 2022.

Wie sicher sind die Impfstoffe? 

Alle Impfstoffe sind in der EU zugelassen und erfüllen damit höchste Sicherheitsstandards. Auch das Paul-Ehrlich-Institut prüfte die Impfstoffe und zeigte keine Bedenken. Die Wissenschaftler müssen jede Charge eines Impfstoffes laut deutschem Arzneimittelgesetz prüfen.

Sollte ich mich nach überstandener Corona-Infektion impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts empfiehlt innerhalb von sechs Monaten nach überstandener Infektion die Verabreichung einer Impfdosis.

Wie groß ist der Schutz nach der ersten Impfung?

Das Robert-Koch-Institut geht von einer Wirkung von bis zu 53 Prozent nach der ersten Dosis aus, nach der zweiten sind es 90 Prozent im Falle von AstraZeneca, 94 Prozent im Falle von Moderna und 95 Prozent bei BioNTech/Pfizer.

Kann ich mich nach der Impfung noch infizieren und andere anstecken?

Obwohl es überwiegend darum geht, eine Covid-19-Erkrankung zu vermeiden, ist es möglich, dass die Impfung weder die Infektion noch die Übertragung von SARS-CoV-2 verhindern kann. Sicher ist, dass die Impfstoff die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung an Covid-19 senken.

Wie ist der Impfstoff hergestellt?

Bei den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und Moderna handelt es sich um synthetisch hergestellte Impfstoffe.

Der Impfstoff von AstraZeneca basiert auf einer abgeschwächten Variante eines Erkältungsvirus, das normalerweise Schimpansen befällt. Dieses sogenannte Vektorvirus wurde genetisch so verändert, dass es beim Menschen eine Immunabwehr gegen das Coronavirus erzeugt.

Laut einer Erklärung der britischen Regierung sind in dem BioNTech-Vakzin keinerlei Bestandteile tierischem Ursprungs enthalten. Tests an Tieren können jedoch nicht für alle künftigen Produkte ausgeschlossen werden. Das betont auch Peta UK. Gleiches gilt für den Impfstoff von AstraZeneca.

Greift der Impfstoff in meine DNA ein?

Ganz klares Nein. Es besteht keine Gefahr einer Integration von mRNA in das humane Genom. Beim Menschen befindet sich das Genom in Form von DNA im Zellkern. Eine Integration von RNA in DNA ist unter anderem aufgrund der unterschiedlichen chemischen Strukturen nicht möglich.

Auch jener von AstraZeneca greift nicht auf die DNA des Menschen zu.

Resi Kirchner wohnt in Colbitz. Sie war dort die erste Bewohnerin, die mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer geimpft wurde. Fotos: Katharina Hannemann

Warum war der mRNA-Impfstoff so schnell verfügbar?

Seit Anfang 2020 haben zahlreiche Unternehmen und Labore an einem Impfstoff geforscht. Durch die Bereitstellung großer finanzieller Mittel und personeller Ressourcen ging die Entwicklung so schnell. Zudem wurden die klinischen Studien parallel durchgeführt und bereits in dieser Phase Daten an die Zulassungsbehörden übermittelt. 

Außerdem waren viele Grundlagen zur Herstellung dieser Impfungen dank jahrelanger Forschung schon vorhanden. Beispielsweise haben Andrew Fire und Craig Mello für ihre Arbeit an der Grundlagenforschung der RNA-Technologie im Jahr 2006 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin erhalten. 

Die RNA-Technologie hat es zudem ermöglicht, die Impfung schneller herzustellen als bislang, weil nicht mehr Millionen Hühnereier als Nährboden benutzt werden müssen.

Wie sicher ist mein negativer Antigen-Schnelltest?

Ziemlich sicher. Die Antigen-Schnelltests müssen in der Sensitivität bei 80 und in der Spezifität bei 97 Prozent liegen. Das heißt, das 80 von 100 positiven Proben als solche erkannt werden müssen und nur drei von 100 Gesunden Probanden falsch als infiziert angezeigt werden. Ein negatives Ergebnis schließt eine Infektion somit sehr wahrscheinlich aus. Zu 100 Prozent sicher ist er aber nicht.

Hinweis: Dieser Artikel wird laufend aktualisiert. Diese Version stammt vom 30. Dezember 2021. 

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