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Büchertipps aus den Wohnparks Osterwieck und Ballenstedt

Büchertipps aus den Wohnparks Osterwieck und Ballenstedt

Auf den Regalen in den Wohnungen unserer Wohnparks finden sich zahlreiche Bücher mit spannendem Inhalt. Drei Bewohnerinnen aus den Wohnparks in Osterwieck und Ballenstedt erzählen, welche Rolle das Lesen in ihrem Leben spielte und stellen ihr Lieblingsbuch vor.

Erinnerungen an die Heimat in der Ferne
Erika Bothe lebt seit 2024 im Humanas-Wohnpark Osterwieck und findet jetzt endlich auch Zeit zum Lesen. Foto: Humanas

Erika Bothe lebt seit 2024 im Humanas-Wohnpark Osterwieck und findet jetzt endlich auch Zeit zum Lesen. Foto: Humanas

Bewohnerin Erika Bothe stammt aus einer kleinen Gemeinde im nördlichen Brandenburg und musste schon frühzeitig bei der Arbeit im Alltag helfen. Bereits als 16-jähriges Mädchen hat sie ihr Elternhaus in Richtung Harz verlassen und eine Lehre als Hausmädchen begonnen. Dort lernte sie ihren späteren Ehemann kennen, mit dem sie jahrzehntelang eine Bäckerei in Deersheim betrieb. „Mein Leben war geprägt von sehr viel Arbeit“, erinnert sich die heute 90-Jährige. „Später kamen noch die Kinder, da war an Bücher nicht zu denken.“ Seit dem Frühjahr 2024 lebt Erika Bothe im Wohnpark Osterwieck und hat nun Zeit für Dinge, die immer warten mussten – wie das Lesen.

Das Buch, das Erika Bothe gern liest, erzählt von einem Ort in Ostpreußen. „Zuhause in Pillkallen“ erinnere an historische Architektur, ländliche Umgebung und das gemeinschaftliche Leben. „Während die Autorin das dörfl iche Leben und die Zeit ihrer Kindheit beschreibt, werden die Erlebnisse aus alten Tagen und die Erinnerungen an Menschen, als auch die Vergangenheit wieder lebendig“, erzählt die Seniorin lächelnd.

Naturverbunden und politisch informiert
Naturdokumentationen haben es Martina Beyer, die an mehreren Tagen in der Woche unsere Tagespflege in Ballenstedt besucht, besonders angetan. Foto: Humanas

Naturdokumentationen haben es Martina Beyer, die an mehreren Tagen in der Woche unsere Tagespflege in Ballenstedt besucht, besonders angetan. Foto: Humanas

Wenn Martina Beyer von ihren Lieblingsbüchern berichtet, wird deutlich, dass es bei ihr gern naturverbunden zugeht. „Naturdokumentationen finde ich faszinierend“, erzählt die aufgeweckte Seniorin, die unsere Tagespfl ege im Wohnpark Ballenstedt besucht. „Sie bieten eine einzigartige Möglichkeit, die Schönheit unseres Planeten hautnah zu erleben.“

Das Lesen ist für die 80-Jährige zudem eine besondere Art, neue Perspektiven zu entdecken und in andere Welten einzutauchen. In der gemütlichen Sitzecke des Wohnparks in Ballenstedt liest sie auch oft den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern aus der aktuellen Tageszeitung vor und informiert über das Weltgeschehen oder lokale Ereignisse.

Für Diskussionen in den Nachrichten sorgt zudem das Thema ‚Wölfeʻ, was auch Inhalt von Martina Beyers derzeitiger Lektüre ist. „Meine Geschichte folgt den Abenteuern eines Wolfes, der sich mit anderen Tieren und den Naturkräften auseinandersetzen muss“, erzählt die 80-Jährige begeistert. „Ein spannendes Buch, das Einblicke in die Welt dieser Tiere bietet.“

Von einzigartigen Menschen und ihren Geschichten
Elisabeth Meier lebt in einer gemütlichen Zweiraumwohnung im Wohnpark Osterwieck und verbringt viel Zeit beim Lesen von Biografien berühmter Menschen. Foto: Humanas

Elisabeth Meier lebt in einer gemütlichen Zweiraumwohnung im Wohnpark Osterwieck und verbringt viel Zeit beim Lesen von Biografien berühmter Menschen. Foto: Humanas

Biografien und Lebensgeschichten sind das Steckenpferd von Elisabeth Meier, die seit fünf Jahren in einer Zweiraumwohnung im Wohnpark Osterwieck lebt. Diese Geschichten bieten nicht nur Einblicke in historische Ereignisse und gesellschaftliche Veränderungen, sondern auch in persönliche Herausforderungen und Erfolge von Menschen, die Großes geleistet haben oder einfach ein interessantes Leben führen. Ob Kindheitserinnerungen, besondere Abenteuer oder alltägliche Herausforderungen – Biografien laden dazu ein, das eigene Leben zu reflektieren und über eigene Entscheidungen nachzudenken.

„Sonnenseite“, die aktuelle Biografie des Entertainers Roland Kaiser, hat für die 83-Jährige einen besonderen Stellenwert. „Ich verpasse keinen einzigen Auftritt von Roland Kaiser im Fernsehen und habe tatsächlich darüber nachgedacht, noch einmal am Dresdner Elbufer eines der größten Musikspektakel Deutschlands – die Kaisermania – zu erleben“, erzählt Elisabeth Meier. „Vielleicht ist die Biografie von Roland Kaiser eine wunderbare Geschenkidee für die Schwiegermutti zu Weihnachten.“

Kiloweise Birnen für Ballenstedt

Kiloweise Birnen für Ballenstedt

Birnen über Birnen gab es vor Kurzem im Wohnpark Ballenstedt. Mitgebracht hatte die vielen Birnen Pflegekraft Kathleen Karassek-Heise von ihrer privaten Hühner- und Pferdekoppel. „Ich schätze es waren zehn Kilo Birnen.“ Und die haben die Bewohnerinnen und Bewohner gemeinsam verarbeitet – und nebenbei natürlich schon genascht.

Zwei riesige Töpfe voller Birnenkompott hat Kathleen gemeinsam mit ihren fleißigen Helferinnen und Helfern auf Grundlage eines DDR-Rezepts aus den Birnen gezaubert – inklusive schöner Erinnerungen an Früher. Den Birnenkompott gab es zunächst mit Pudding und an einem anderen Tag als Solo-Süßspeise zur Zeitungsschau während der Betreuung.

Birnen über Birnen gab es vor Kurzem im Wohnpark Ballenstedt

Die Bewohnerinnen und Bewohner haben nicht nur beim Schneiden und Schälen der Birnen tatkräftig mitgeholfen. Foto: Humanas

„Es hat allen so gut geschmeckt, dass ich zwei Tage später nochmal Birnen mitgebracht habe“, berichtet Pflegekraft Kathleen Karassek-Heise. Der süß-saftige Na(s)chschub sei dann aber nicht verarbeitet, sondern direkt vernascht worden.

Bei den Birnen handele es sich laut Aussage eines alten Gärtners übrigens um eine sehr alte Flaschenbirnensorte. Während ihr Birnenbaum im vergangenen Jahr kaum Früchte getragen habe, sei der Baum vor lauter süßer Birnen in diesem Jahr regelrecht geplatzt, berichtet die Pflegekraft aus dem Wohnpark Ballenstedt.

Birnen über Birnen gab es vor Kurzem im Wohnpark Ballenstedt

Der Birnenbaum von Pflegekraft Kathleen Karassek-Heise hat 2025 viele süß-saftige Früchte getragen. Foto: Humanas

Humanas-Wohnparks erlaufen Geld für krebskranke Kinder im Harz

Humanas-Wohnparks erlaufen Geld für krebskranke Kinder im Harz

Der Verein für krebskranke Kinder Harz e.V. darf sich über eine Spende von gleich vier Wohnparks des Pflegeunternehmens Humanas im Harz freuen. Im Rahmen der jährlichen Charity-Aktion „Läuft bei Humanas“ waren die Wohnpark-Teams für den Verein aktiv und haben 665,50 Euro erlaufen.

Bereits zum fünften Mal stand im Frühjahr 2025 für die mittlerweile 23 Humanas-Wohnparks sowie weitere Mitarbeitende aus der Verwaltung, dem Referententeam und die Auszubildenden die Charity-Aktion „Läuft bei Humanas“ an. „Jedes dieser Teams darf ein Spendenziel wählen“, erklärt Linda Wolf, die als Referentin für die Humanas-Stiftung für Kinder und Jugendliche zuständig ist. Die Wohnpark-Teams aus Ballenstedt, Darlingerode, Friedrichsbrunn und Osterwieck haben sich zusammengetan und ihre ersportelten Kilometer dem Verein für krebskranke Kinder Harz e.V. zukommen lassen.

Denn bei „Läuft bei Humanas“ zählt jeder Kilometer. „Für jeden erlaufenen Kilometer gibt es seitens der Humanas-Stiftung oder direkt von Humanas pro Person 1,50 Euro. Für jeden erradelten Kilometer sind es 50 Cent“, erklärt Humanas-Geschäftsführer Fabian Biastoch.

Humanas-Wohnparks laufen und radeln für den guten Zweck

Die an der Spende für den Verein krebskranker Kinder Harz e.V. beteiligten Wohnpark-Teams sind bis auf den Wohnpark Ballenstedt gelaufen. Somit ergeben sich bei der Spendensumme 100 Euro durch 200 Radkilometer und 565,50 Euro durch 377 gelaufene Kilometer.

„Uns war es bei der Auswahl des begünstigten Vereins besonders wichtig, dass das Geld hier in der Region den Kindern zugutekommt“, erklärt Katrin Blume, die zur Zeit der Charity-Aktion Pflegedienstleiterin des Wohnparks Osterwieck war, mittlerweile aber in neuer Funktion für Humanas tätig ist. Indes sagt Janett Meixner, Pflegefachkraft aus dem Wohnpark Darlingerode: „Die Teilnahme an der Tradition ‚Läuft bei Humanas‘ ist für uns als Team immer mit viel Spaß und Vorfreude verbunden. Das Gefühl mit jedem ersporteltem Kilometer die Kinder und Jugendlichen in der Region zu unterstützen ist natürlich ganz besonders schön.“ Auch das Team des Wohnparks Friedrichsbrunn sei motiviert gewesen, so viele Kilometer wie möglich für den guten Zweck zu sammeln, berichtet Franziska Conneus als stellvertretende Pflegedienstleiterin des Humanas-Wohnparks in Friedrichsbrunn und findet: „Ich denke gemeinsam mit den anderen Wohnparks ist uns das mehr als gelungen.“

Der Verein für krebskranke Kinder Harz e.V. wurde Anfang 2011 gegründet und steht seitdem zahlreichen an Krebs erkrankten Kindern und ihren Familien zur Seite. Zum Engagement des Vereins gehören neben dem „Haus am Bernsteinsee“ als Krafttankstelle für Familien unter anderem Typisierungen für Stammzellenspenden und weitere Aktionen.

Humanas-Wohnparks erlaufen Geld für krebskranke Kinder im Harz

Die Humanas-Wohnparks in Ballenstedt, Darlingerode, Friedrichsbrunn und Osterwieck haben sich für die jährliche Charity-Aktion „Läuft bei Humanas“ des Pflegeunternehmens zusammengetan und gemeinsam für den Verein für krebskranke Kinder Harz e.V. gespendet (v.l.): Katrin Blume, ehemalige Pflegedienstleiterin Osterwieck, Janett Meixner, Pflegefachkraft Darlingerode und Franziska Conneus, stellvertretende Pflegedienstleiterin des Wohnparks Friedrichsbrunn. Foto: Katharina Hannemann/Humanas

Liebe liegt in der Wohnpark-Luft

Liebe liegt in der Wohnpark-Luft

In den Humanas-Wohnparks lassen sich täglich viel Zuneigung, Liebe und zahlreiche Emotionen erleben. Ein ganz besonderes Gefühl ist dabei die Liebe, die sich in unseren Beispielen aus den Standorten in Ballenstedt, Darlingerode und Zielitz auf unterschiedliche Weise entwickelt hat.

Unverhofft kommt oft

Dass sie einmal als Rentner in den Harz ziehen wollen, stand für Paulo und David Kramer nach einigen Besuchen bei Davids Familie in der Region fest. Dass sie jedoch schneller als gedacht von ihrem damaligen Wohnort Köln nach Ballenstedt ziehen, beide bei einem Unternehmen arbeiten würden, in dem sie ältere Menschen pflegen, und später dann sogar heiraten, haben sie bei ihrem Kennenlernen im März 2009 so noch nicht geahnt. „Aber wir bereuen nichts und fühlen uns hier einfach wohl“, stellt der 53-jährige Paulo Krämer, der als Pflegekraft im Wohnpark Ballenstedt arbeitet, fest. „Ich mag hier besonders das familiäre Flair, dass wir gleich aufgenommen wurden und ich mich nicht verstellen oder gar verstecken muss.“

Besuch im Wohnpark Ballenstedt

Paulo Krämer (r.) bekommt im Wohnpark Ballenstedt regelmäßig Besuch von seinem
Mann David.

So gehört zum Alltag, dass David Krämer seinen Mann auf der Arbeit besucht und Teil der Kaffeerunde unserer Bewohnerschaft ist, bevor der 35-Jährige zur Spätschicht in seinen Wohnpark nach Friedrichsbrunn fährt. Ihr Begrüßungskuss bringt immer Begeisterung und Gesprächsstoff in die Runde. „Aber wir haben hier nur Toleranz und Akzeptanz erlebt – trotz des Generationenunterschieds“, berichtet Paulo Krämer. Nach einem kurzen Update über den Haushalt und die gemeinsamen Tiere verabschiedet sich das Paar, und Ehemann David fährt ins knapp 20 Kilometer entfernte Friedrichsbrunn.

Liebe: Kaffeerunde mit der Bewohnerschaft im Wohnpark Ballenstedt

Im Wohnpark Ballenstedt sitzen
David (M.) und Paulo Krämer in der
Kaffeerunde mit der Bewohnerschaft
zusammen.

Zur richtigen Zeit, am richtigen Ort

Ein Abend mit Musik und Tanz führte Janine Ebert und ihren späteren Ehemann Thomas im März 2005 ebenfalls zusammen. Die Hauswirtschaftsleiterin aus Zielitz lernte zum 30. Geburtstag ihrer Cousine den Mitbewohner des damaligen Freundes vom Geburtstagskind kennen. „Da hat es dann einfach gefunkt“, erzählt die heute 44-Jährige, die früher im Einzelhandel gearbeitet hat. „Und inzwischen haben wir eine Patchwork-Familie mit meinem 24-jährigen Sohn, den Thomas als seinen eigenen komplett angenommen hat, und einem gemeinsamen Sohn, der inzwischen 15 Jahre alt ist.“

Dem Heiratsantrag von Thomas Ebert kurz vor ihrem 30. Geburtstag stimmte Janine damals sehr freudig zu. Dass die beiden neben dem gemeinsamen Privatleben auch einmal ein gemeinsames Arbeitsleben führen würden, damit hatten die beiden nicht gerechnet. Aber kurz nach der Eröffnung des Humanas-Wohnparks in Zielitz hat sie die Leitung der Hauswirtschaft übernommen und Thomas Ebert hat vor Ort als Hausmeister angefangen.

Liebe im Wohnpark Zielitz Ehepaar Ebert

Ehepaar Ebert im Wohnpark in Zielitz. Foto: Humanas

Liebe und Beruf vereint

Dass ein gemeinsames Arbeiten und Zusammenleben klappen kann, haben Paulo und David Krämer kurz nach ihrem Umzug nach Ballenstedt getestet. „Ich war in Köln stellvertretender Filialleiter im Einzelhandel, aber hier war es schwer eine ähnliche Arbeit zu finden“, erinnert sich der 53-jährige Paulo. „Ich hab es dann in der Buchhaltung versucht, doch nur Zahlen und Bücher war mir zu wenig – ich brauche Menschen um mich herum.“ David Krämer schlug ihm vor, auch als Pflegekraft anzufangen.

Durch ein Praktikum konnte Partner Paulo seine eigenen Vorurteile entkräften und begann 2013 im selben Pflegeunternehmen wie der heute 35-Jährige. Nachdem die beiden 2017 nacheinander zu Humanas gewechselt sind, trennte sich zwar ihr Arbeitsweg, „aber gemeinsame Arbeitsorte waren nie Bedingung oder ein Ansinnen von uns“, erklärt der 53-Jährige.

Liebe im Wohnpark Ballenstedt Alltag Sei du selbst

David Krämer (l.) stellt als
Pflegefachkraft die Medikamente und
Ehemann Paulo verteilt sie.

Inzwischen ist Paulo Krämer ein fester Teil des Teams von Pflegedienstleiterin Sylvia Reuß, möchte mit ihr auch von Ballenstedt in den neuen Wohnpark nach Bad Suderode wechseln. Der Bewohnerschaft werden er und Mann David jetzt schon fehlen. „Ich mag die beiden sehr, weil sie einfach die besseren Menschen sind“, sagt Bewohnerin Ingeborg Nickel. „Ich kenne Paulo nun schon seit sechs Jahren und es macht einfach Spaß mit ihm, weil er immer ein Lächeln und ein gutes Wort für jeden hat.“

Bewohnerin Ingeborg Nickel aus Ballenstedt hat David (I.) und Paulo Krämer in ihr Herz geschlossen.

Bewohnerin Ingeborg Nickel aus Ballenstedt hat David (I.) und Paulo Krämer in ihr Herz geschlossen.

Füreinander da sein

Erst vor wenigen Monaten hat sich auch für Eberhard Härtel und seine Bärbel Klapproth einiges an ihrem gewohnten Alltag verändert. Der 88-Jährige hatte mehrere gesundheitliche Probleme, die ihn körperlich stark eingeschränkt haben. „Ich war immer an seiner Seite, habe ihm Brühe und Haferschleim gekocht oder ihn im Krankenhaus besucht“, berichtet seine 83-jährige Lebensgefährtin, deren Tochter in Darlingerode wohnt. „Die Ärzte hatten ihm im vergangenen Jahr das Schlimmste prophezeit, aber damit sollten sie Unrecht haben.“

Das eigenständige Leben ist zwar eingeschränkter, sodass Eberhard Härtel für eine intensivere Betreuung in ein Einzimmerappartement in der Wabe gezogen ist, aber ihr gemeinsames Leben führen die beiden dennoch weiter. „Wir sehen uns täglich, wenn ich ihn besuchen komme – mindestens zum Frühstück, Mittagessen und Abendbrot“, erzählt Bärbel Klapproth. „Dann bringe ich ihm Obst oder besondere Wurst vorbei, bei schönem Wetter fahren wir auch mit dem Rollstuhl raus und verbringen die gemeinsame Zeit, so gut es eben geht.“ „Und wir lassen uns nicht auseinanderbringen“, fügt Eberhard Härtel mit einem Lächeln hinzu.

Gemeinsam stark

Janine und Thomas Ebert wirken so, als ob auch sie nichts auseinanderbringen wird. Den Testlauf des gemeinsamen Arbeitens seit 2020 haben sie mit Bravour gemeistert. „Wir sind alle miteinander ein gutes Team und ergänzen uns gegenseitig“, stellt der 57-Jährige fest. „Für uns beide hat es den Vorteil, dass wir uns mehr sehen, könnten uns theoretisch auch aus dem Weg gehen, aber insgesamt harmoniert und funktioniert das einfach.“

Aus Liebe zum Wohnpark

Dass sich beide einmal um ältere oder auch pflegebedürftige Menschen kümmern würden, war für sie vor ihrem Beginn bei Humanas nicht denkbar. „Ich habe nach einer neuen Herausforderung gesucht und war zum Schnuppertag in verschiedenen Einrichtungen“, erinnert sich die 44-Jährige, die mit Mann Thomas und dem jüngsten Sohn in Colbitz wohnt. „Im Wohnpark Colbitz war ich so begeistert von der Atmosphäre, dass ich im Januar 2016 eigentlich mit dem Ziel, keine Pflege, sondern nur Betreuung zu machen, anfing. Aber nach zwei Wochen sagte ich die Betreuung ab.“ So war sie nach dem Wechsel 2020 in den neueröffneten Wohnpark Zielitz auch für die Pflege geplant, wuchs aber durch personelle Veränderungen in die Rolle der Hauswirtschaftsleiterin hinein.

Ehepaar Ebert im Wohnpark Zielitz

Nach einem anfänglichen Testlauf wusste das Ehepaar Ebert, dass die Zusammenarbeit in Zielitz funktioniert.

„Und ich mache heute eigentlich das, was ich sonst auch zu Hause gemacht habe, mit einem kleinen, aber feinen Unterschied“, erklärt Thomas Ebert, der als Bau- und Möbeltischler mit seinem Vater jahrzehntelang eine Tischlerei betrieben und Humanas durch Besuche auf der Arbeit seiner Frau in Colbitz kennengelernt hat. „Die Dankbarkeit, die einem hier vom Team, Bewohnerschaft oder Angehörigen widerfährt, ist viel, viel größer als das, was ich zuletzt in unserem eigenen Betrieb erlebt habe – und das ist mit Geld nicht zu bezahlen.“ Außerdem kann sich das Ehepaar Ebert nun auch im Arbeitsalltag unterstützen und ergänzt sich insgesamt auf ihre Art gegenseitig. „Ich würde mich als temperamentvoll und energischer bezeichnen, wohingegen Thomas eher der gemütliche Typ ist“, beschreibt Janine Ebert. Außerdem verbinden sie zahlreiche Hobbys wie das Verreisen oder gemeinsame Fahrradtouren und Konzertbesuche, wodurch sie, nachdem die Kinder nun älter sind, die Zweisamkeit wieder neu erlernen.

Die Hochzeitsglocken läuten

Zweisamkeit genießen David und Paulo Krämer zwar regelmäßig, aber 2020 kam es dann auch dazu, dass Pflegekraft Paulo nach einigen Anläufen, auf den Antrag seines Freundes doch mit „Ja“ geantwortet hat. „Ich habe ihm eine Postkarte gestaltet und damit gefragt, ob er mich heiraten will“, erinnert sich David Krämer, der im Wohnpark Friedrichsbrunn eine Ausbildung zur Pflegefachkraft abgeschlossen hat. „Da war ich zu Tränen gerührt und hab gedacht: ‚Ja, warum eigentlich nicht?‘“, ergänzt Ehemann Paulo.

Gesagt, getan: An seinem runden Geburtstag im Januar 2021 heirateten die beiden unter erschwerten Pandemie-Bedingungen in ganz kleinem Kreis. „Aber die Kolleginnen und Kollegen samt Bewohnerschaft aus Friedrichsbrunn und Ballenstedt haben uns vorm Rathaus überrascht“, erzählt der heute 53-Jährige und Ehemann David fügt hinzu: „Und inzwischen sind wir seit 15 Jahren ein Paar und es können und sollen noch mindestens 15 weitere werden.“ Und das Geheimnis einer 15-jährigen, harmonischen Beziehung im Harz? „Na die Liebe“, sagt Paulo Krämer und lacht. „Ich kann es nicht genau sagen, aber ich weiß: David ist einfach der Richtige.“

Liebe in strahlend bunten Farben

Liebe in strahlend bunten Farben

Am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homophobie, setzen vielfältige Aktionen auch mit bunten Regenbogenfahnen rund um den Erdball ein Zeichen gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie. Ein Pärchen, dessen Liebe ebenfalls bunt wie das Leben ist, ist auch Teil der Humanas-Familie.

David (l.) und Paolo Krämer lernten sich 2009 in Köln kennen und sind dann in den Harz gezogen. Fotoquelle: Krämer

2009 lernen sich die Humanas-Mitarbeiter David und Paulo Krämer in Köln kennen und ziehen bald darauf nach Sachsen-Anhalt in den wunderschönen Harz. Im Jahr 2017 beginnen beide ihre Arbeit bei Humanas. „Weil wir Arbeit und Privates trennen wollten, hat David im Wohnpark Friedrichsbrunn begonnen und ich habe mich in Ballenstedt beworben – der Wohnpark hat im Sommer seine Türen geöffnet und ich war sehr gespannt“, erinnert sich der 52-Jährige Paulo, der als Pflegekraft im Wohnpark Ballenstedt beliebt ist.

Paolo (r.) und David Krämer haben 2021 in Ballenstedt geheiratet. Foto: Humanas

Vier Jahre später, 2021, heiraten die beiden in Ballenstedt und tragen von da an auch den selben Nachnamen. Zur Hochzeit waren viele Humanas-Mitarbeitende und auch die Bewohnerschaft gekommen, gerade weil die beiden bei allen so beliebt sind. Und wir bei Humanas freuen uns, dass es sie gibt und sie Teil unserer Humanas-Familie sind.

Am Internationalen Tag gegen Homophobie wird mithilfe von verschiedenen Veranstaltungen die Aufmerksamkeit auf weiterhin stattfindende Diskriminierung und Bestrafung von Menschen gelenkt, die in ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität von der Heteronormativität abweichen. Der Aktionstag wird in vielen Ländern gefeiert und als Zeichen ihrer Beteiligung wird an zahlreichen Gebäuden die Regenbogenfahne aufgehängt. Diese symbolisiert mit ihren Farben die Vielfalt der Lebens- und Liebesformen und soll ein Zeichen gegen die Diskriminierung von LGBTQI*-Menschen setzen.

„Der Regenbogen ist perfekt, weil er die Vielfalt in vielen Dingen widerspiegelt“, sagt auch David Krämer, der bei Humanas eine Weiterbildung zur Pflegefachkraft gemacht hat. „Einfach eine natürliche Fahne.“